Das war's ... mit 2012

Schon wieder ist ein Jahr vorbei - und ich weiß wieder mal nicht wo die Zeit geblieben ist. Deswegen gibt es hier eine kurze Zusammenfassung von dem was seit September noch so passiert ist (ein Schnelldurchlauf in und mit Bildern quasi).

Zuerst einmal: Herrlicher Urlaub in Norwegen. Das Wetter war zwar eher beschieden - viel kälter und sogar Schnee (fanden die Norweger selbst etwas früh), dafür wie gewohnt schön ein- und erholsam. Zum Glück waren wir gut vorbereitet und gut ausgerüstet. Das Zelt haben wir (trotz der vorhandenen dicken Daunenschlafsäcke) dann wetterbedingt doch nicht ausgepackt (zuviel Regen und zuviel Wind). Es gab dafür viele nette Begegnungen in den DNT-Hütten, ich konnte mal wieder so richtig ausgiebig norwegisch reden (ohne dass die Norweger auf Englisch wechseln wollten), und zum Schluß wurden wir von ein paar netten Norwegern, die wir auf der letzten Hütte getroffen haben, zum Campingplatz chauffiert. Einige Erkenntnisse habe ich auch mitgenommen. 
1. Das Bad in der Wohnung, fließend Wasser und eine Dusche sollte man echt schätzen lernen.
2. Auch schwanger läßt es sich mit einigem Gepäck gut trekken. Laut Ratschlägen in diversen Foren und Büchern sollte man ja nicht mehr als 5 kg dauerhaft tragen - aber das ist beim Trekking mit Zelt echt unmöglich. Wir hatten das Gewicht zwar umverteilt, so dass Robert 25 kg auf dem Rücke hatte, aber trotzdem waren es bei mir immer noch 11-13 kg (mit Wasser), auf einer Höhe um 1000m. Das ließ sich aber gut tragen, und die neu gekauften Trekkingstöcke haben besonders über die großen Geröllfelder gut geholfen. Außerdem haben wir mehr Pausen gemacht (besonders bei Steigungen) und zweimal einen Ruhetag eingelegt, so dass ich mich nach längeren Etappen gut erholen konnte. Alles in allem war es kein Problem, da ich schon gemerkt habe, wann die Batterien fast leer waren. Die selbst hergestellten Fertignahrungen (hatte dafür extra ein Vakuumiergerät angeschafft) haben sich dabei alle fast bewiesen, nur wurde mir von der 5-Minuten-Terrine Variante so schlecht, dass die für die Zukunft ausfällt.


Nach dem Urlaub hieß es weiter arbeiten, und der Bauch wuchs immer weiter; und das habe ich auch körperlich gemerkt. Müdigkeit wurde zu meinem ständigen Begleiter, und der Streß machte sich noch mehr bemerkbar. Meiner Koch- und Backleidenschaft konnte ich so natürlich nicht mehr ausgiebig nachgehen, und immer mehr Lebensmittel vertrug (und vertrage ich immer noch) nicht mehr. Deswegen war ich froh, als mich meine Frauenärztin Anfang November ins Beschäftigungsverbot setzte.
Nein, die Murmel ist ausnahmsweise nicht angefr...en!
So hatte ich mehr Zeit zum Stricken (wenn ich nicht geschlafen habe), vor allem für Babysachen natürlich. Leider habe ich nicht so viele Projekte wie letztes Jahr geschafft, dafür waren aber auch ein paar größere Projekte (Strickjacken) dabei. Außerdem bin ich kritischer geworden, vieles wurde geribbelt und neu begonnen, da es nicht passte/gefiel. Ein bißchen gefärbt habe ich auch noch und mich dabei entschlossen, ganz auf die (etwas umständlichere) Kochtopffärberei umzusteigen. Da werden wenigstens die Farbtöne so, wie ich sie haben will.


Fast alle Babysachen sind gestrickt, bis Mitte Januar möchte ich dann gerne den Rest fertig haben. Die Garderobe ist fast komplett, es fehlen nur noch jede Menge Kleinigkeiten und einige größere Anschaffungen wie die Babyschale oder das Beistellbett. Den Kinderwagen hatte ich zum Glück ja noch vor dem Urlaub bestellt ...
In der Zwischenzeit habe ich es auch endlich geschafft, meinen Foodblog etwas aufzuräumen und übersichtlicher zu gestalten, mal sehen ob ich das vorm Entbindungstermin noch mit den restlichen Seiten hinbekomme.

Deswegen heißt es jetzt weiter Energie sammeln, abwarten und viel Fenchel-Anis-Kümmel-Tee trinken.

In diesem Sinne:


P.S. Vielen Dank noch einmal an Annelie für die tollen Bauch- und Paarfotos Anfang Dezember, mit denen ich nicht nur Mama und Schwiegermama zu Weihnachten glücklich machen konnte, sondern auch diese hübsche Collage erstellen.

Herbststimmung

Ohje, das ist ja schon wieder eine ganze Weile her, seit ich das letzte mal hier etwa geschrieben habe - und schon (oder bessert gesagt endlich) steht der große Jahresurlaub an. Dieses Jahr leider erst im September, wenn es in den Wandergebieten in Norwegen schon wieder kalt wird. Wir wollen ins Rondane-Gebirge, wo ich schon im März auf der Trollloipe unterwegs gewesen bin. Die Landschaft war herrlich, und ich wollte sie gerne ohne Schnee sehen und erleben. Allerdings sind die nächsten Tage (und vor allem Nächte, die wir teilweise im Zelt verbringen werden) regelmäßig Minusgrade vorhergesagt. Keine schöne Vorstellung für mich Frostbeule, vor allem wenn man nachts raus auf's Klo muss. Deswegen leisten wir uns den Luxus von einigen Hüttenübernachtungen inklusive Verpflegung - kein billiges Vergnügen, aber man spart sich das Zusatzgewicht von extra Proviant - ein bißchen was haben wir aber trotzdem mit. Der absolute Luxus ist die Hinfahrt mit der Colorline von Kiel nach Oslo - der 'Eimer', wie Robert ihn immer liebevoll nennt. Wir müssen zwar früh los, aber dafür sparen wir uns die ewig lange Anreise über Schweden. Da ich bis zum letzten Tag arbeiten musste und die Reisevorbereitungen so an einem Tag abgewickelt werden mussten, hatte ich nicht noch Lust auf diese lange Monstertour (dafür blüht sie uns auf dem Rückweg). Ich hoffe uns erwartet eine Herbststimmung mit schöner Laubfärbung, damit sich das eventuelle Schmuddelwetter noch ertragen läßt.
Hier ein Foto von der Wintertour, einen Teil derselben Strecke (den Anfang von Høvringen nach Smuksjøseter) werden wir auch wandern.


Gestrickt habe ich natürlich auch fleißig, zwar nicht viel, dafür aber reichlich ;-) Zwei große Strickstücke sind dabei gewesen; und auch ein Projekt, was schon fast ein Jahr lang in der Kiste lag und endlich vollendet wurde (ein UFO = unfinished object). Zuerst aber habe ich ein Tuch gestrickt was schon sehr lange auf meiner Liste stand, mit einer Wolle die noch vom Leipziger Wollfest des letzten Jahres war - eine Lintilla. Eigentlich sollte ich froh sein, dass mein Gestrick jetzt etwas lockerer wird, nur habe ich das bei diesem Tuch nicht bedacht und mit einer 4er Nadel gestrickt, und so wurde es ein locker-fluffiges Monstertuch, mehr für die Schultern als für den Hals wie gedacht. Nicht einmal die kompletten 200 g habe ich benutzt, sonst hätte ich mich darin vermutlich einwickeln können.

Lintilla, gestrickt mit DyeforWoll (BFL fingering)
Impressionen vom diesjährigen Wollfest
Das nächste Projekt hat wieder Platz in meinen 'Vorrats'kisten geschaffen, so dass ich die Beute vom diesjährigen Wollfest auch unterbekommen habe. Die Wolle lag schon bestimmt länger als zwei Jahre, und war die erste inklucive Strickanleitungsheft, die ich mir im "Nach Strick und Faden" in Dresden gekauft habe. Eine Strickjacke für den Robert mit Lopi (Islandwolle) sollte es werden. Dank der dicken Wolle ging es zwar schnell, aber geflucht habe ich am Ende. Laut Anleitung musste die Jacke in der Mitte aufgeschnitten und ein Reißverschluß eingenäht werden. Und das bei bei meinem Nähgeschick! Einen ganzen Tag habe ich an der Maschine verbracht - erst Probestück absteppen, dann die Jacke, dann den Reißverschluß einstecken, heften und zum Schluß einnähen. Es ging besser als gedacht, nur habe ich dann gesehen, dass die Übergänge des Musters links und rechts durch das einnähen versetzt sind - beim einstecken nicht aufgepasst! Passiert mir nicht wieder ...

Frost - Strickjacke in Alafoss Lopi
Die folgende Strickjacke für mich bekommt einen Extrapost für die Arbeit, die ich damit hatte (Wolle färben, Muste abändern etc) - Ihr dürft gespannt sein. Zum Schluß noch ein paar Handschuhe, die ich bei den angekündigten Temperaturen gebrauchen kann - Convertibles. Fäustlinge die mit einem Klapp in fingerlose Handschuhe verwandelt werden können. Sieht einfach aus, aber insbesondere das einstricken der Finger ist eine tüchtige Fummelei. Die Wolle war auch schlecht gewählt, da es teilweise keine richtigen Kontraste gab und man das schöne fair isle Muster gar nicht gebührend bewundern kann. Stolz bin ich aber trotzdem drauf, und es wird sicherlich einen Nachfolger (aber mit anderem Muster und anderer Wolle geben).


Für die Fahrt habe ich mir natürlich wieder ausreichend Strickmaterial eingesteckt, vor allem will ich endlich mal alle 'UFOs' erledigen, die sich im Laufe des letzten Jahres gesammelt haben ...