Wie in den vorherigen Posts schon angedeutet wurde ich immer unglücklicher hier - nicht weil meine Freunde und die Landschaft den Reiz verloren (eher das Gegenteil war der Fall), sondern weil ich immer öfter "nette Gespräche" mit meinen Gasteltern führen mußte. Zuerst dachte ich daran die Familie zu wechseln, aber dann erkannt ich dass das meine angeknackste Gefühlswelt auch nicht wieder ins Gleichgewicht bringen würde. ALSO HABE ICH HEUTE (nach langen Tagen mit der Frage was ich denn nun machen soll) GEKÜNDIGT! Noch zwei Wochen arbeiten, und dann geht es zurück nach Deutschland! Vor allem zurück zu Robert, meiner Familie und meinen Schweinchen! Da jetzt alles geklärt und vom Tisch ist, kann ich auch wieder frei von der Leber weg schreiben.
Ich habe fertig
Wie in den vorherigen Posts schon angedeutet wurde ich immer unglücklicher hier - nicht weil meine Freunde und die Landschaft den Reiz verloren (eher das Gegenteil war der Fall), sondern weil ich immer öfter "nette Gespräche" mit meinen Gasteltern führen mußte. Zuerst dachte ich daran die Familie zu wechseln, aber dann erkannt ich dass das meine angeknackste Gefühlswelt auch nicht wieder ins Gleichgewicht bringen würde. ALSO HABE ICH HEUTE (nach langen Tagen mit der Frage was ich denn nun machen soll) GEKÜNDIGT! Noch zwei Wochen arbeiten, und dann geht es zurück nach Deutschland! Vor allem zurück zu Robert, meiner Familie und meinen Schweinchen! Da jetzt alles geklärt und vom Tisch ist, kann ich auch wieder frei von der Leber weg schreiben.
Wieder so 'ne Woche
Nach ungefähr drei Stunden sah es dann wieder annehmbar aus, und nach drei Wäscheladungen und einem Trocknerdurchgang waren auch die Körbe wieder fast leer. Nur ist heute (Mi) immer noch die Ablage im Wäscheraum voll - mit zusammen-gelegten Handtüchern und Sachen der Eltern (weil ich nur die Kindersachen wegräume). Ich wette das bleibt da noch bis zum nächsten Wochenende liegen - aus den Körben ist es ja jetzt raus ...
Heute war der Papa länger zu Hause und hat dann ("weil die Kinder das dann bestimmt wollen") die Kinder in den Kindergarten gebracht. Während er gemütlich Zeitung gelesen hat, habe ich wie üblich Stullen geschmiert und die Rucksäcke fertig gemacht. Um acht ist er abgedüst (ich fahre sonst erst so gegen halb neun), und ich hatte nichts mehr zu tun, war nur wieder der Pack-und-Schmier-Apparat gewesen - hätte man mich da nicht einfach mal ausschlafen lassen können?! Bei mir zu Hause in Sachsen ist Buß- und Bettag, der dritte oder vierte Feiertag der mir seit meiner Abreise "durch die Lappen gegangen" ist, da konnten die Leute ohne Wecker munter werden ... Wenigstens konnte ich hinterher noch ein Stündchen meine Augen von innen ansehen. Dann habe ich einen Spaziergang runter zum Strand gemacht - das erste Mal seit der Zeitumstellung. Die Kälte der letzten Tage hatte auf alle Oberflächen lustige Raureifskulpturen gebaut, und ich konnte ein paar tolle Fotos machen. Da gerade Ebbe war, gab das Eis am Strand knisternde Geräusche von sich, weil das Wasser sich zurückzog und die 1-2 mm dicken Scheiben zurückließ. Es klang sogar ein bißchen wie Feuerknistern, eigentlich paradox.
Inzwischen ist die Sonne am frühen Nachmittag auch schon wieder weg - um neun ist Sonnenaufgang und um drei Sonnenuntergang; und durch die Lage des Hauses haben wir tagsüber nur noch zwei Stunden direkten Sonnenschein - so von halb elf bis halb eins etwa - und das auch noch auf der Frontseite, wo mein Zimmer doch auf der Rückseite liegt. So sitze ich seit einigen Tagen schon mit Kunstlicht an den Tag über, und meine Augen finden das gar nicht gut.
Das war mittags um zwölf ...
Ja, am Wochenende hab ich das erste Mal Wal probiert (ich glaube einige Leute würden mich jetzt gerne verhauen). Es schmeckte wie eine Mischung aus Rind und Leber - war nicht übel aber ich muss es nicht noch einmal haben. Dazu gab es endlich mal wieder ordentlichen Salat (von mir höchstpersönlich zubereitet) mit Ruccola, Paprika und Fenchel, und zum Nachtisch eine Mangocréme - also Sahne mit einem Schneebesen schlagen dauert echt lange, ich lobe mir meine elektrischen Küchengeräte ... Was für ein Genuß für meinen Gaumen! Davon muss ich wieder die ganze Woche zehren. Zum Glück bin ich am Samstag bei Nina zum Plätzchen-und-andere-Sachen-backen eingeladen, da freue ich mich schon drauf.Das war meine Delikatesse des Tages - Blätterteig mit Rømme (saure Sahne), Champignons, roten Zwiebeln und Thymian - LECKER!
Dann bin ich gerade noch (abends um acht) durch die komplette Stadt mit dem Auto zurückgefahren und ... die Kupplung kann mich immer noch nicht leiden - oder ich bin einfach zum Autofahren zu ungeschickt ...
Ich glaub ich bin hier fehl am Platz ...
Gestern ist zum Glück endlich meine Personennummer (und - welch ein Wunder - auch gleich die "endgültige") und die Steuerkarte gekommen. Allerdings mußte ich dafür erstmal vorher noch 'ne mail ans Amt schreiben. Laut meiner Steuerberechnungsnummer muss ich für meine 3000 Kronen Gehalt auch keine Steuer bezahlen; und selbst wenn es mehr werden sollte, würde es nicht so ins Gewicht fallen - Gott sei Dank! Heute habe ich per Internett auch gleich noch ein Konto eröffnet, die Unterlagen kommen dann in den nächsten Tagen per Post. Dann hört zum Glück auch dieses Woche-zu-Woche-nur-mit-einem-bestimmten-Betrag-Gelebe auf. Ich werde wohl nie ohne schlechtes Gewissen und einem kontrollierenden Blick in das Portemonaie einkaufen gehen können *seufz*.
Das Wetter hier entwickelt sich zum Fiasko. Der Schnee der letzten Tage taut an, aber nicht weg; und gefriert dann wieder - und da es hier keine Abflußsysteme neben den Straßen gibt, läuft einfach alles den Berg runter und bildet spiegelglatte Rutschbahnen. Ich habe zwar das "Piggdekk" mit den kleinen Stollen auf den Reifen drauf, aber wenn der Hintern ins Schleudern gerät, helfen die auch nicht weiter. Das Auto fahren macht nun wirklich keinen Spaß mehr!
Wenigstens war das Wochenende einigermaßen schön. Am Samstag gab es hier ein "Gourmetessen" mit Bekannten. Den Nachtisch habe ich gemacht (nach vorgegebenem Rezept, mit Ingwer, Crème fraiche, Mascarpone und weißer Schokolade...) Als Aperetif gab es Glögg (Glühwein) mit reichlich selbstgebranntem Alkohol drin, und ich habe das auch noch auf nüchternen Magen getrunken - keine gute Idee! Nach dem Drei-Gänge-Menü war ich so voll (vom Essen und den drei Gläsern verschiedenen Weins die dazu gereicht worden) dass mir nur noch schlecht war, so richtig schlecht... Die Kinder (auch die Teens der Bekannten) haben übrigens "hausgemachte Pizza" mit Hackfleisch und Ananas drauf bekommen (kein Kommentar), obwohl sie auch hätten die Meeresfrüchte-Suppe essen können, na ja. Zum Glück wollte ich bei Nina übernachten, also konnte ich nach dem Essen abhauen, sonst hätte ich noch Süßigkeiten und mehr Alkohol konsumieren müssen. Der Busfahrer hatte einen sanften Fahrstil, so dass ich meinen Magen noch im Zaum halten konnte. Den Rest der Strecke bin ich dann gegangen; und die frische Luft hat mich wie gewünscht wieder ein bißchen nüchterner Gemacht und weiteren Würgeattacken vorgebeugt. Bei Nina mußte ich erstmal eine Tablette einwerfen weil sich im Kopf der Mann mit dem Hammer meldete. Ihre Couch war eine tolle Ruhestätte, und den nächsten Morgen hatten wir ein ruhiges, gemütliches Frühstück. Was für eine Erholung!
Anschließend waren wir nach zusammen mit ein paar Bekannten rings um die Skistua unterwegs. Das Waten im knietiefen Schnee war allerdings sehr anstrengend und ich muss bemerken dass ich sowas noch NIE vorher gemacht hatte und dass ich unbedingt Gamaschen brauche. Als wir dann auf die Ski"loipe" wechselten waren wir auch nur noch im Weg - typisch Deutscher, keine Ski aber da rumlatschen ;) Danach erwärmten wir uns am Kamin in der Skistua bei heißem Kakao und (ich) Daimkake. Den kann ich auch nicht empfehlen - der Teig schmeckte wie weiche Brotreste vom Vortag, ansonsten war er nur süß.Ja, so sieht das richtige Fortbewegungsmittel für diese Gegend und dieses Wetter aus...
Aber Nina sind Ski noch ein bißchen unheimlich, genauso wie mir.
Bei Nina wurde dann noch ein ordentlicher Kuchen gebacken - Linzer Torte. Beim Anblick der ganzen anderen leckeren Sachen im Backbuch lief mir das Wasser im Mund zusammen. Wenn ich das auch mal wieder alles machen könnte *seufz*.
Heute geh ich zu einer Tandemlesung norwegisch-deutsch in der Bibliothek, organisiert vom Goethe-Institut. Ein paar andere kommen auch noch mit, da freue ich mich schon wahnsinnig drauf!
P.S.: Gesundheitlich bin ich nicht so auf der Höhe - mein Husten erreicht wahrscheinlich Orkanstärken. Ich habe mir jetzt angewöhnt immer Hausschuh zu tragen weil die Fußböden hier so kalt sind (außer im Bad, da gibt es 'ne Fußbodenheizung). Da bin ich allerdings die Einzige. Außerdem fangen meine Ohren wieder an wie wahsinnig zu jucken - ich könnte sie mir ... Jeder der mich genauer kennt kann da wohl auf meinen seelischen Zustand schließen (wenn ich ihn als gut bezeichne ist das seeehhhhhr relativ). Aber den will ich hier nicht unbedingt ausbreiten.
Bärenjagd
Der Montag darauf war ein bißchen stressig denn ich musste ein Geschenk für Robert zum Geburtstag kaufen und es noch verschicken. Auf der Post gab es zum Glück keine größeren Verständigungsschwierigkeiten, das einzige was mich ein wenig schockierte war dass das Port für den Großbrief fast so teuer war wie das Geschenk ...
Am Freitag bekam ich dann Post: Eine Karte von Ulli & Franzi aus Dresden (*seufz*, wäre gerne im LUSH mit dabei gewesen ;)) und ein Päckchen von einer sehr lieben Person die sich meine Wunschliste zu Herzen genommen hatte. Nochmal ein großes Dankeschön André - und selbstverständlich ist Zotter-Schokolade noch vieeel besser!!!
Das letzte Wochenende war etwas ruhiger - ich besuchte Nina in ihrer neuen Wohnung und wir aßen meine selbstgebackene Tarte. Leider klappte es mit dem Ausflug am Sonntag nicht - dabei wollte ich soch so gerne eine Schneballschlacht machen - und ich machte es mir zu Hause gemütlich und versuchte mich weiter an meinem 2. Buch auf norwegisch und meinen Hausaufgaben für den Sprachkurs.
Hab ich was im Auge? Nein, das ist wirklich ...
"Lappen"geschichten
Selbiges Prinzip gilt übrigens auch für manche Reataurants/Cafés. Alle Bestellungen bekommen eine Nummer - und dann heißt es immer schön aufpassen wenn die Bedienung eine Nummer rufend durch das Lokal eilt - könnte deine sein ...
Die farbigen Nummernblöcke gibt es auch im Supermarkt zu kaufen - für den Hausgebrauch sozusagen. So gibt es wenigstens kein Gerangel am Buffet bei der nächsten Party ;)
Ich glaub' es geht - oder auch nicht ...
Zur Zeit bin ich wieder frustriert, einfach wegen der Eß-Geschichte und weil es nicht so mit den Kindern klappt, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich bekomme immer mehr das Gefühl ich werde nie mehr als Chauffeur und Brote-Schmierer sein, dem man seine kindliche Undankbarkeit gerne frühmorgens mit verzogenem Gesicht präsentiert wenn ich den Raum betrete oder eingeschnappt kundtut wenn man mal wieder was nicht darf, was man sich in den Kopf gesetzt hatte (und was man bei den Eltern garantiert nicht genehmigt bekommt). Die Kinder sind nur noch nicht unhöflicher, weil sie sich ja an das halten müssen was die Eltern gesagt haben was mich betrifft, nich weil sie es aus freien Stücken so wollen. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber das macht mich immer häufiger wirklich wütend. Nur die Kleinste scheint mich alngsam zu akzeptieren; und das ist manchmal auch ein kleiner Lichtblick. Zur Zeit kann ich das allea nur als nebeneinander-leben bezeichnen, ein reines Arbeitsverhältnis halt. Da ändert auch die Einladung das Wochenende mit bei den Großeltern zu verbringen nichts daran - irgendwie werde ich da auch wieder das fünfte Rad am Wagen sein ...
Nachwehen
Hinterher war ich völlig fertig - sieben Kilometer laufen plus ca. 20 km Rad fahren (ich mußte ans andere Ende der Stadt) hatten mich in die Knie gezwungen.
Da das Wetter am nächsten Tag immer noch bombig war mußte ich wieder raus - auch wenn ich es erst gegen drei Uhr schaffte. Ich machte eine Radtour zum Nedre Leirfossen (auch da gibt es ein Kodewort...); und da ganz in der Nähe Thomas aus meinem Sprachkurs wohnt, schaute ich bei ihm vorbei. Die Strecke kannte ich schon von meiner Laptop-zum-Reparieren-schaffen-Tour, sie war nur etwas länger; und so schaffte ich den Weg in genau einer Stunde. Nach einer fabelhaften Bewirtung bei Thomas und ein paar Fotos am Flußufer ging es zurück, es wurde auch schon langsam dunkel und ich mußte mich beeilen.
Hyttetur Tydal Teil 3
Der nächste Morgen brachte endlich ein wenig Sonne. Ich wollte gerne vor dem Rückweg zum Auto noch versuchen ein Stückchen auf den Lauvåstøten zu klettern und ein paar Fotos schießen. Robert hatte von den etwas zu engen Stiefeln gehörige Blasen davongetragen und wollte lieber alles zum Verlassen der Hütte fertig machen. Also krabbelte ich rund anderthalb Stunden am Hang hoch und runter (nicht ganz nach oben, das war mir dann doch zu steil) und lief entlang des Sees wieder zurück.
Der Rückweg ging schneller als gedacht - wir schafften ihn in genau zwei Stunden (die Zeit wie sie auch im Führer angegeben war). Diesmal hatte ich keine Lust immer um die feuchten Stellen herum zu laufen und wählte den Weg manchmal etwas 'radikaler'. Auch die komplizierte Flußquerung ging einfacher als gedacht - ein Herz gefasst und mit großen Schritten über die Steine ...
Da wir noch ein wenig Zeit hatten entschlossen wir uns der Straße weiter zu folgen und uns noch den Finnkoisjøn anzusehen. Inzwischen hatte sich die Sonne aus den Wolken hervorgekämpft, so dass wir am See und auf dem Rückweg noch ein paar schöne Bilder schießen konnten und die Stimmung auf der Fahrt genießen. Kurz nach um vier waren wir wieder in Reppe am Haus und ich hatte gerade noch soviel Zeit mich zu duschen, umzuziehen und eine Kleinigkeit zu essen bevor ich zum Sprachkurs los mußte.
POLARLICHTER!
Hyttetur in Tydal Teil 2
Nach einer aussichtsreichen Gipfelüberquerung der Gresslivola ging es wieder ein Stückchen nach unten - hinuter durch weitere moorige Senken, die einige Umwege erforderlich machten. Da das Wasser zur Neige ging, waren auch ein Umweg zu einem See notwendig, um die Vorräte aufzufüllen. Kurze Zeit später gab es endlich die Gelegenheit zu einer Rast - die Rastehütte war zwar geschlossen, bat aber eine tolle Aussicht und Sitzgelegenheiten.
Der Rückweg den Berg hinunter dauerte ewig, da es schwierig war von da oben zu sehen, so es etwas sanfter hinunterging; und so liefen wir viel im Zickzack und wichen ein paar mal gewaltig von der 'Ideallinie' ab. Zurück an der Rastehütte mußte Robert seine Schuhe trockenlegen - sie hatten dem permanenten Wasserandrang nicht standtgehalten. Die Rolle Klopapier wurde zum trocknen zweckentfremdet. Wir verspeisten die letzten Stücke Schokolade und Obst und waren gezwungen weiter unter das Dach zu ziehen, da es anfing zu regnen. Uns blieb nach einer Weile des Wartens nichts anderes übrig als die Regensachen anzuziehen und loszustiefeln.
Hyttetur in Tydal Teil 1
Nachdem ein typischer Parkplatz gefunden war (auf einer Schotterstraße in einer Kurve) ging es in voller Montur immer den roten Markierungen nach. Der Anstieg war steil und führte bald zu einem Saunagefühl, das heißt der Schweiß floß in Strömen. Auch von unten wurde es merklich feucht, die Pfützen verwandelten sich in tiefe Schlammlöcher und das Gras und Moos gab schmatzende Geräusche von sich. Die schweren Rucksäcke sorgten für den einen oder anderen Zentimeter mehr "Eindruck" im Boden. Die Hütte fand sich umgeben von Bäumen an einen Hang geschmiegt - und ohne weitere Bewohner. Sogleich wurde sie in Beschlag genommen und ausgiebig Bestand aufgenommen - das Wasserloch führte nicht gerade zu Freudenausbrüchen, da das Wasser braun war und sehr nach Metall schmeckte. Das Außen-Plumpsklo war mit einer Kerze auf einer Streichholzschachtel aufgewertet wurden, und mit dem heimeligen Schein darin am Abend ließ sich das zugige Etablissement verschmerzen. Warmes Essen und Kakao füllten die leeren Mägen während die verschwitzten Sachen in der Hitze des eisernen Ofens trockneten, in dem die Holzscheite knisternd brannten. Nach erledigten hausfraulichen Pflichten zog es sie noch einmal nach oben auf der Suche nach guten Fotomotiven im Abendlicht. Dabei zeigte es sich leider dass das eine Paar Stiefel undicht und somit nicht zu gebrauchen waren. Der Ofen war aber so gut eingeheizt dass auch dieses Paar Socken schnell wieder trocknete - und im von Wolken verborgenen Mondenschein legte man sich auf knarrenden Holzbetten zur wohlverdienten Ruh; aber nicht ohne noch einmal die grandiose Stille in der kalten Nacht vor der Hütte genossen zu haben ...
Estenstadshytta 2. Versuch/2nd try
Ich schaffte es gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit zurück nach Hause (hier wird es jetzt schon erheblich schneller finster), wo ein leeres Haus auf mich wartete - die Familie war zur Hütte in Tydal gefahren. Das war nicht übel, so bekam ich Gelgenheit in aller Ruhe die kleine Sauna zu nutzen, nach der feuchten Kälte eine echte Wohltat!
Schlammschlacht
Ja, ich darf!!!
Now it is official - I am allowed to stay in Norway. I got my residence permit today and can be a human beeing again: open an bank account, get a mobile phone contract and so on. It didn't even took the announced three mounths - and it feels good to hold finally this plastic card in my hands, I started to run around through the house swollen with pride - nearly arrived...
Wetter 1
Geduld.../Patience...
Wochenendausflüge: Røros und Tynset
Da mir die ganze Fahr über ganz schön übel gewesen war - ich bin die holperigen Straßen doch nicht gewöhnt - gab es in (wahrscheinlich einzigem) Café in Tynset erst einmal ein leckeres Sandwich und einen Kakao. An die merkwürdigen Eigenheiten muss ich mich gewöhen, was nicht als Selbstbedienung gekennzeichnet ist muss bestellt werden (man bekommt einen formschönen Zettel mit Nummer) und wird dann geliefert. Manchmal kommt das Getränk auch mal später als das Essen... Später zeigte mir Dorota den Ort: Zwei Hauptstraßen mit je einem kleinen Einkaufszentrum, das Verwaltungsgebäude der Gemeinde und das Krankenhaus (60 Betten und eine Notaufnahme). In Deutschland hätten diese Ausmaße nicht einmal Stadtstatus; in Norwegen ist es schon ein großer Fleck auf der Landkarte. Den Abend verbrachten wir erst vor dem Fernseher und gingen dann zum 'Sparkrock' (spark ist der typische Schlitten: Hinten auf den Kufen stehen und schieben, vorne Kinder oder Einkauf auf der Sitzfläche). Schon komisch, da komme ich zu Besuch, und zufällig findet dann das größte Ereignis des Jahres statt... Natürlich war auch die Jugend der umliegenden Gegend versammelt, eigentlich waren alle Altersklassen vertreten, von den älteren Damen die die Eintrittskarten verkauften bis zum 12jährigen Teen mit Elternbegleitung. Um eins schafften wir es dann ins Bett.
Der Kupferbergbau hat die Geschichte und das Aussehen der Stadt geprägt, seien es die von der Bergbaugesellschaft bezahlte Kirche oder die großen Berge aus Schlacke, die von der Kupfergewinnung zurückblieben und jetzt als höchster Punkt des Ortes einen guten Ausblick auf die umliegende Gegend bieten. In der Kirche wurde ich von dem älteren Eintrittskartenverkäufer nach Angabe meiner Nationalität daurauf aufmerksam gemacht, dass hier "sowieso alles fast deutsch sei" - das fand ich etwas befremdlich, aber den deutschen Rentnern scheint diese Aussage wohl zu gefallen... In einem urgemütlichen Hinterhof mit Livemusik gönnten wir uns einen Kaffee (und ich ein Stück Røroskake - eine Art Mandelkuchen mit Zuckerguß), bevor wir die Schlackenberge bestiegen und auf Fotomotiv-Pirsch aufbrachen.
Anschließend dinierten wir in einem sehr feinen Restaurant bei einem für Røros typischen Fleischgericht: Rentiersteaks mit Mandelkartoffeln auf lokalem Gemüse. Das war sehr lecker und bildete den krönenden Abschluss des Tages. Mit dem Bus ging es dann für mich zurück nach Trondheim, wieder mit atemberaubender Landschaft.
Saft-Geschichten/Juice stories
Das ist mir nicht nur einmal passiert: Ich hatte (so dachte ich) Apfelsaft erstanden (brauchte ich zum Kochen als Weißweinersatz), angeblich auch noch mit 40 % weniger Zucker. Also wollte ich auch etwas probieren und tat mir die Hälfte davon plus die andere Hälfte Wasser in mein Glas und nahm einen Schluck… BÄÄÄÄÄHHHHH! Das habe ich aber schleunigst wieder ausgespuckt! Es war nämlich kein Saft sondern wieder dieser Sirup-Saft den man nur extrem verdünnt trinken kann. Und von den vierzig Prozent weniger Zucker habe ich auch nichts gemerkt. Das war so süß, dass es absolut widerlich war…Da war ich schon wieder reingefallen - demnächst werde ich also noch vorsichtiger sein müssen.
And it happended not only once: I had (thought I) bought apple juice (needed it for cooking for replacing white wine), it also pretended to have 40% sugar less. So I wanted to taste, put it into my glas and mixed it with water (about the half) and took a sipp... OUUUURGHS! I spitted it out immmediately. It was no normal juice but this treacle stuff again. And I didn't recogniced that there was less sugar. It was so sweet that it was just disgusting ... There I fell for it again - next time I will have to be even more carefully.
Einfrieren für Fortgeschrittene/Freezing advanced level
Nun zur Praxis: Zwei riesige Gefriertruhen im Keller und eine kleine in der Küche. Hier wird nicht eingekocht, sondern eingefroren! Und zwar alles! Von der Marmelade (es gibt 'frysepulver' das man einfach mit Zucker zusammen in die kochende Masse einrührt, gleich abfüllen - fertig) bis zu den selbstgemachten Muffins, ganzen Milchpackungen oder kiloschweren Putenbrüsten (dafür bräuchte man eigentlich einen Waffenschein). Ich weiß nicht, was mich noch so in den unendlichen Tiefen erwarten wird, aber ich weiß, dass es alles sein kann ...
What do you think can be put into a freezer? Do you remember your mothers advices concerning that? What did you find out in your own freezing experiments? Do not freeze poultry! Selfmade ice tastes alway like ice cubes und if the stuff stays too long inside it will 'dry out'. That is the theory.
Let's go to practise: Two really large chest freezer in the cellar, one small in the kitchen. Her nothing is boiled down, but frozen! Really everything! It starts with jam (just stir 'frysepulver'and sugar into the hot fruits - voilá) and selfmade muffins and ends with whole milk packages or heavy turkey hen breasts (for that you should have a gun license). I don't know what is expecting me in the endless depts there, but I know it could be everything...
Sturmfrei/Alone at home
Nach dem Willkommen am Flughafen folgte die obligatorische Hausbesichtigung und ein Essen in einem sich drehenden Turmrestaurant mit Blick auf die ganze Stadt und die Umgebung. Diesen Abend hatte ich noch Schonfrist, aber schon am nächsten Morgen ging es los zurück zur Hütte in Tydal, wo mich die restliche Familie (der Bruder meiner Gastmama mit Frau und zwei Kindern) begrüßte. Die Hütte war so wie man sie sich vorstellt: Holz, Gras auf dem Dach und urgemütlich eingerichtet. Natürlich schlief ich im Doppelstockbett mit den beiden älteren Kindern in einem Zimmer. Am Abend wurde ich gleich in eine weitere Familientradition eingeweiht - das Angeln; und ich machte Bekanntschaft mit den so gefürchteten Mücken. Diese ließen sich auch nicht durch diverse Mittelchen von ihren Attacken abhalten und versucheten bevorzugt in die Nase oder die Ohren zu fliegen.
Der nächste Tag versprach anstrengend zu werden, auf dem Plan stand eine Tour zu einer der DNT-Hütten (Kjølihytta) mit Übernachtung. Der Weg war eigentlich nur vier Kilometer lang, aber da die Kleinste laufen wollte/musste brauchten wir ziemlich lange. Der Ausblick war aber die Mühe wert (siehe Bilder); und wir bekamen sogar Rentiere ganz nah zu sehen. Nach der Rückkehr am darauffolgenden Mittag waren alle ganz schön geschafft. Die restlichen Tage vergingen mit kleinen Ausflügen. Gestern sind wir dann zurückgekommen und ich war froh wieder unbegrenzt duschen und ein WC benutzen zu können (obwohl ich eigentlich gerne nah an der Natur lebe...). Meine ersten Eindrücke von Land und Leuten finden werdet ihr in meiner neuen Rubrik "KULTURSCHOCK" finden.
After a full portion family for a week am I now allone at home for the first time. The lst days left one's marks and now I finally have internet connection again to tell what has been happening. My first flight was not as exciting as I had thougt; the most exciting had been the security check because I had to unpack my hand luggage all the time (notebook, 2nd bag and so on). After the welcome at the airport we were dinin into an tower-restaurant which was moving so you could see the whole town and the surrounding.
The next day we went to the family's cabin in Tydal where I met the family of my host-moms brother who also stayed with us. The cabin was like you would imagine it: Everything made out of wood, grass up on the roof and very cosy interior. I slept together with the to older children in a room, of course on a bunk bed. At the evening I was introduced to another family tradition: fishing; and I was also meeting the well feared moskitos for the first time who liked to attack especially nose and ears.
The following day we were making a trip to one of the DNT-cabins up on the fjell called Kjølihytta. It was really strenous but view was fantastic. We also got to see some reindeers from a really close distance. The other days of the week we spent with some short trips down to the lake or the river. Yesterday we came back and I was really glad to shower as long as I want and use a WC. My first impression of country and the people you will find under my new category "KULTURSCHOCK".
Die Zeit läuft/Time is running ...
Nach meiner erfolgreichen Wohnungsübergabe folgte am Tag darauf die feierliche Exmatrikulation im Dom St. Nikolai. Am nächsten Morgen folgte ein sehr gemütlicher Brunch in der „Sonne“. Hinterher war allen ein bisschen schlecht, aber das essen war einfach zu lecker um nicht einmal alles zu probieren. Die darauffolgende Woche verging wie im Flug und war sehr entspannt. Leider waren die Mädels alle nach Hause gefahren und so „musste“ ich mich mit Robert begnügen. Wenigstens konnte ich so schon mal Gewichte katalogisieren zum Koffer packen.
Dann kam Grit zu Besuch – und in den Genuß einer letzten Greifswald-Führung. Da durfte eine Dombesteigung, ein Fischbrötchen in Wiek und ein Tierparkbesuch nicht fehlen. Leider war das Wetter nicht besonders entgegenkommend… Schließlich schaffte ich es noch ein paar Geschenke für meine Gastfamilie zu kaufen. Der erste Packversuch erwies sich dann als Reinfall. Sorgfältig hatte ich alle Ritzen ausgefüllt – zu gut. Der große Koffer hatte sieben Kilo Übergewicht. Da musste ich mich leider von einigen Sachen trennen. Nach einigen weiteren Versuchen hatte ich es dann aber doch geschafft unter die 20 kg Limit zu gelangen.
Da wir das Wochenende zu mir nach Hause wollten setzten wir Grit gleich in Berlin ab und verbanden das mit einem Besuch beim „Globetrotter“ wo ich mich noch mit einem Fleecepulli und einem Reisehandtuch eindeckte. Ein leckeres Eis vom allerbesten Italiener im „Schloss“ (einem Einkaufszentrum) kühlte uns wieder ab. Inzwischen war die Temperatur nämlich um ca. zehn Grad gestiegen und der Stadtverkehr gab der aufkommenden Schwüle die letzte Würze. Zu Hause angekommen gab es Muttis leckere Schüttelgurken und frische Brötchen. Am nächsten Abend gab es noch mal eine gemütliche Party in geselliger Runde bei einem guten Freund. Nach ausgiebigen Verabschiedungszeremonien flohen wir Montag zeitig aus Glaubitz denn die Sonne brannte heftig vom Himmel. Wir freuten uns als wir endlich Roberts kühle Wohnung erreichten. Nun muss ich noch ein paar verwaltungstechnische Sachen erledigen und dem Gepäck den letzten Schliff geben…
Abschied/Farewell
Today was the day: Handing over my flat to the next tenants. It felt a little bit strange, after all I have been living six years in this place. Damiano (my last roommate) came and delivered his keys and was astonished how small everything suddenly seemed to be. But have a look yourself, the video shows my last walkabout.
Botengänge/Going on errands
Today we had to drive to the Jack wolfskin in Zinnowitz. I had to bring my jacket there because it had to be sent to the repair from there. Unfortunately there is no nearer shop, but we had a fine bread roll with smoked fish and lots of wind for free.
Geschafft!/Done!
Now it happened: My flat is empty. This weekend my parents and my brother with his girlfriend were here and cleared everything out. It was more I had thought what means it fitted barely into the two trailers and cars. At least we didn't need a big truck what you might have thougt standing in my full flat before. Some things will be given away (or already are) and the desk and the wardrobe you only can throw away after 7 years of usage.
BBQ Break
I nearly forgot: On tuesday Grit had the spontaneous idea to make a BBQ. I liked it! And we didn't drink my prosecco but beer mixed with banana juice. Cheers!
Chaos
At the moment I have no time for nothing, my flat looks a little bit like a junkyard and I fell like putting my belongings just from one corner into an other one. How much stuff and useless things can accumulate in such a shor period of time is unbelievable; and it is not the first time I am clearing my rooms out...
Sentimentale Anwandlungen/Sentimental feelings
Hello everybody, just now I am sitting at my desk in Glaubitz and am listening to “Münchner Freiheit” (a famous German Pop-Band from the 80s I guess). Besides me lies my Norwegian book and the corresponding exercise book. Outside it is cloudy and it looks like rain and I am getting a little bit sentimental. Tomorrow I am going back to Greifswald to pack my things together – at least the ones which are supposed to be stored at my parents house. Until now I haven’t announced to much how it is going on after my studies – at most in outlines. But as most of you already now I am going to spend a year in Norway as Au-Pair from the end of July. The studies exhausted me more than I’d like to commit or as you would recognize and I would finally like to take the chance to activate my meanwhile buried creative talents.
Of course there are some ulterior motives like to find a job there and stay there longer. My last holidays (a week every of the last to years) infected my with the “Norway-virus”; and after the last one my yearnings to get back were insatiable.
A lot of you know that I have suffered from a “Sweden-“ or “Finland-period” with learning the language and so on. I have always been attracted by Scandinavian things. If you ask my dear boyfriend he can tell you I suffer (no, then mostly he suffers ;)) often from certain activity periods but with this one know I am really serious. At least I made it to lesson 15 (of 23) in my Norwegian-book. The working contract already has been signed; and the rest of the application form for the Norwegian I will send this week. Than there are seven days left to pack seven years life in Greifswald in boxes. There it goes, a part of my life, stored in cardboards again and with it a lot of remambrances and feelings. The nearer the end comes the more I feel queasy. Until now I could suppress those feelings but now I feel that at least the time as a student was the best time (yes, as a medicine student too) and this kind of freedom and light heartedness will not repeat itself in this special way. Well, now you are earning money and are able to burn the last bridges of dependence from home behind you. But I see also that you always loose and have to loose familiar things if you go a step further. I don’t like to loose things, especially if it comes to friends. I know that I can relay on my family, but how fast can you loose good friends out of sight and out of mind? That one of the reasons for this blog here then I am only a click away although I am thousands of kilometres far from you.
I hope you will use the opportunity and will drop by, leave comments or write something in my guestbook. If I have my friends around me I will never be lonely… I have ‘Skype’ too so if you want to chat or talk to me, I will be there ...
YIPIEEE!
Finally, that's it - I FINISHED! What means the suffering has come to an end ;))). Yesterday I passed my third and last big exam. I nearly died before because I was so exited - while I was climbing the steps to the room I thought for a short moment 'Now you are fainting, now you can't breathe anymore...' I think I poured as much adrenalin out as normally in one year. But it wasn't that worse I had imagined. Some of the questions were nearly ridiciculously simple and as they got more complicated they were helping you along the way - it wasn't possible to say nothing at all. I had been really scaredabout anaesthesia but what can I say - the only question also could have been answerded by a good informed Non-specialist. In surgery I was best - maybe was a good idea to spend the surgery tertial in Demmin and do it last. Well for the big final it was relatively unspectacular and also felt like this - as if you would tick off another point on the list. Well, you do, but it is the very last after endless 50 (or more) pages. At the end you mabey wasted all the joy .... CLEAR THE WAY I AM A DOCTOR!!! ;)))))
Mitleiden/Suffering with ...
P.S. Ich habe es am Wochenende doch tatsächlich geschafft mein Fotobuch vom Norwegenurlaub im August fertigzustellen. Ich hoffe ja mit meinem neuen Laptop (heute bestellt) werde ich bald Fotos auf diese Seite hochladen können und dann kann ich den Urlaub in allen Einzelheiten nochmal online beschreiben.
Today a friend of mine, Franzi, does have her final exam. We are all suffering with her. My exam is going to be in a month and I get sick even when I think of it - for instance how much I could/should learn for it. Short after 4 pm hopefully Franzi made it and is doctor. We will have champagne then ... Tomorrow the marathon will go on for me ...
P.S. I finally did finish the photobook of my vacation to Norway last august. I hope with my new laptop (ordered today) I will be able to upload pictures on this page and then I can describe my vacation online in detail for you ...
Lernflucht/Escape from learning
Well, I should learn now. But the computer with internet access in the library attracts me ... At least something useful will emerge - finally this page will be filled. At the moment I am dealing with some problems in uploading pictures but maybe I can outflank the computer. If you recognize any mistakes/problems or distinctive features please tell me and be clement, I am like a virgin when it comes to blogging. Thanks!











