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Zurück aus dem Urlaub und schon wieder rein in die Tretmühle - gleich am ersten Tag auch noch Dienst, die Sachen halb ausgepackt und mental noch gar nicht richtig angekommen. Der Ärger fing aber schon vorher an - kaum auf dem Weg zurück auf der Autobahn verkündete mein Göttergatte: "Jetzt müssen wir aber mal tanken." Wir fuhren also mal wieder nur noch mit heißer Luft. Ich hatte das dumme Gefühl dass uns dieses Mal die laxe "ach wir kommen noch ein paar Kilometer"-Einstellung meiner besseren Hälfte einen Strick drehen würde. Auf dem Berliner Ring sind Tankstellen nämlich rar gesäht, und es kam auch keine, da wurde es auch ihm mulmig. Ich hatte wirklich keine Lust auf der Autobahn stehen zu bleiben und wir fuhren die nächste Ausfahrt runter und bogen in Richtung Königswusterhausen ab. Kurz nach dem Ortseingang tauchte eine Gatstätte auf und ich beauftragte Robert da doch bitte nach der nächsten Tankstelle zu fragen - schließlich war er ja für das Dilemma verantwortlich. Nach einer kurzen Beschreibung sollte der Weg dahin auch nur 5 Minuten dauern, also Auto anlassen ... jaaaa, und dann machte es *würg* und sagte gar nichts mehr. Benzin alle. Nichts mehr im Tank. Kein Tropfen. Zum Glück war da zufälligerweise ein niederländisches Pärchen, was uns half das Auto in die nächste Parklücke zu schieben. Mit uns zu besagter Tankstelle fuhr wo wir einen Kanister erstanden und ihn füllten. Wenn in diesem Moment jemand "I'm walking' aus der Aral-Werbung gesungen hätte wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen. Ich war stinksauer und kam mir vor wie im billigsten B-Movie aller Zeiten. Fünf Minuten später standen wir wieder vor derselben Zapfsäule und füllten den Tank. "Wir haben insgesamt mit dem Kanister 38 l getankt, und angeblich passen da 40 l rein." ertönte es von der Fahrerseite. "Die zwei Liter hätten uns ja wahnsinnig weitergeholfen." kommentierte ich kurz. "Ja aber dann hätten wir es wenigstens noch bis hierher geschafft."


*Innerlich an die Decke gesprungen. Das war ja nicht der Punkt, und es war einer Verkettung glücklicher Umstände zu verdanken dass wir jetzt nicht mitten auf der Autobahn standen, kilometerweit von einer Tankstelle entfernt. Am Flughafen zu tanken wäre wohl die beste Entscheidung gewesen anstatt alles mal wieder bis zum letzten auszureizen - schließlich war ja klar das der Tank fast leer ist. Dieser 'kleine Umweg' kostete uns nur eine Stunde, was meinen Nachtschlaf auf vier Stunden reduzierte - und wer mich kennt weiß dass ich müde nur schlecht genießbar bin ...


Nun ja, meine Kollegen haben heute die Reste meiner Mitbringsel (Nidar Favoritter rot, Sørland Chips und Smurte Tykklefser) inzwischen verputzt, und ich versinke langsam wieder in Aktenbergen. Vielleicht schaffe ich es ja zwischen meiner Geburtstagsfeier-Vorbereitung noch zu erzählen, was ich alles erlebt, probiert und gekauft habe (Becher vom Rørosmartnan, Ski fahren auf frischem Pulver und nassem Altschnee, Strickzeitungen mit Handschuhvorlagen) - welche Bücher meiner Liste ich schon abgearbeitet habe, weil ich durch schlechtes Wetter und eine Bibliothekskarte Ziet und Möglichkeit hatte ausgiebig zu lesen ... Und vielleicht schaffe ich es ja auch mal wieder etwas auf norwegisch zu schreiben, wenn ich doch auch nicht so richtig zum sprechen gekommen bin (und wenn war ich grauenhaft schlecht).


OBS

Das Wetter heute ist einfach grauenhaft ... nachdem es in der Nacht noch geschneit hatte ging der Niederschlag von oben heute in Regen ueber ... und Regen auf eiskalten Boden und Schnee ist nicht das Gelbe vom Ei - der Schnee war schon glatt, aber das ist noch glatter. Ganz davon abgesehen dass es ekelig ist in hohem Pulverschnee zu laufen (denn die Fusswege sind hier meistens nicht geræumt), aber nasser oben angetauter Schnee - ihhhhhh!
Eine ganz andere Gefahr sind die abgehenden Schneelawinen von den Dæchern (wozu braucht man denn Schneefænger?!). Da machen es sich die Hausbesitzer aber ssehr einfach. Es wird einfach ein Zettel an einen Balken oder eine Papprolle (oder was man sonst noch so findet) geheftet auf der steht OBS takras (was soviel heisst wie Achtung Dachlawine, nicht alles gute kommt eben von oben...) und damit hat sich die Sache erledigt. Ich konnte heute im letzten Augenblick zur Seite springen, sonst hætte mich eine begraben.
Schønes Fotowetter ist wirklich nicht, dasselbe wie gestern, also brauch ich wohl doch keine Angst um die Kapazitæt meiner Speicherkarte haben.

Jeg er gal...

Was soviel bedeutet wie ich bin verrueckt - habe heute Ski bestellt (man hatte leider keine wachsfreien auf Lager) und ich kann sie am Freitag wahrscheinlich abholen. Dann muss ich sie nur noch benutzen - das kann ja was werden ... Ich hoffe ich ueberstehe das ohne Blessuren, den mit gebrochenen Gliedmassen kann ich dann wohl næchsten Dienstag keinen Dienst machen ;) Leider kann ich noch keine Bilder hochladen, also muesst Ihr Euch noch ein bisschen gedulden.
Auf jeden Fall schneit es schon wieder - was es auch getan hat als ich ankam - meinen Trolley habe ich nicht gezogen sondern hinter mir hergeschleift und eine breite Spur damit gezogen. Fuer den Rest des Weges habe ich dann ein Taxi genommen, war nicht billig, aber nicht mehr so schweisstreibend. Aufgrund des Wetters musste der Pilot beim Anflug auf Trondheim nochmal durchstarten da die Landbahn nochmal geræumt wurde ... also mir war ganz mulmig, aber er meinte nur wir sollten uns zuruecklehen und entspannen, das wære normal um diese Jahreszeit ... Da ja Freitag der 13. war wunderte mich gar nichts mehr. Nachdem ich erst in Berlin meinen 'gefæhrlichen' Fotoapparat vorzeigen musste und dann in Bergen das Gepæck erst zwei Stunden vor Abflug einchecken konnte (das wars mit der Stadttour), wunderte mich gar nichts mehr. Aber zum Glueck klappte dann alles mit dem Schluessel und der Wohnung, was dann doch meine grøsste Sorge gewesen war.
Ansonsten ist es hier bis heute jeden Tag kalt gewesen, und ich konnte meine Winterbekleidung gut ausnutzen - die meisten Buecher sind auch schon gekauft, fehlen dann nur noch die Lebensmittel und Roberts Muetze. Ich wollte ja jetzt noch gerne Fotos machen gehen, aber Wasser/Schnee auf der Linse macht sich nicht sehr gut ... Vielleicht kann ich noch die Tageskarte fuer den Bus ausnutzen die ich mir heute gegønnt habe, bei einem stolzen Preis neun Euro ... Vi snakkes (wie die Norweger sagen)!

Endlich Urlaub!

Morgen fliege ich nach Trondheim und bleibe da bis zum 23.2. Schade dass ich Robert nicht mitnehmen kann, aber der ist ja immer noch auf Jobsuche ... Auf jeden Fall habe ich für den Rückflug schon mal zwei Gepäckstücke gebucht - Platz für viele Mitbringsel aus Norwegen. Drückt mir die Daumen für schönes Fotowetter, denn davon habe ja nicht nur ich etwas!

Der Himmel über meinem Horizont ...

... bewegt sich gerade gar nicht. Mir stecken noch drei Dienste innerhalb von einer Woche (davon einer am letzten Sonntag) in den Knochen, und dass ich danach eigentlich nur geschlafen habe merkt man sowohl an meinem Blog, meiner Seite bei flickr als auch an dem Zustand meiner Küche. Es liegen jede Menge Rezepte auf meinem Tisch hier die noch darauf warten veröffentlicht zu werden, und auch jede Menge Buchseiten, die gelesen werden wollen. Mein Kopf ist manchmal wie ein Vakuum und mein Körper funktioniert auch ohne ihn - essen und schlafen, manchmal ein wenig Kommunikation (aber nicht zuviel). Multi-tasking-fähig bin ich nur noch auf Arbeit ... Ich sehne schon meinen Urlaub in einer Woche herbei, ich habe mich heute ertappt wie ich am Computer auf Arbeit saß und seufzend auf den strahlend blauen Himmel geblickt habe. Unsere Patienten denken manchmal sie sind eingesperrt, aber im Grunde sind wir es mehr. Es ist zur Zeit auch viel los - so viele Patienten und so einen hohen Durchlauf hatten wir schon lange nicht mehr. Uns mangelt es immer an freien Betten, und kaum hat man eins geschaffen liegt schon der nächste Patient drin. Zum Glück sind jetzt zwei Kollegen mehr für den Schreibkram da, aber meistens hat sowieso einer von uns Dreien Dienst - und an einem ordentlichen dritten Schreibtisch mangelt es uns auch noch, mal sehen wie lange es dauert bis der kommt - für die Reparatur eines Drehstuhls im Schwesternzimmer hat man auch drei Monate gebraucht.


Ein Highlight der Woche war der neue Disney-Film "Bolt", den ich mir am Monag im 3D-Kino angesehen habe - ich habe gelacht bis mir die Tränen kamen, den würde ich mir glatt nochmal anschauen. Vorher waren wir noch im 'Vapiano' essen, einem italienischen Lokal mit gemütlichem Ambiente und Selbstbedienungstheke, die Sachen werden frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Am besten fand ich aber die Schüsseln in denen die Pasta serviert wurde, die hätte ich am liebsten gleich mitgenommen - ein Blick darunter offenbarte die Kostspieligkeit des Ganzen - die edlen Teile waren von Villeroy&Boch...


Zum Schluß noch ein Foto vom letzten Sonnabend: Die neue Überdachung des Innenhofes des Dresdner Stadtschloßes - Robert und ich standen darunter für André Modell, da er ein Foto mit Dach und Besuchern brauchte - das nächste Mal bringe ich auch eine farbenfrohe Jacke mit, versprochen ;) !



Die Tage ziehen sich wie flüchtige Schatten durch meine Gedanken, davor ein grauer Schleier, den ich nicht abstreifen kann. Ob es Tag oder Nacht ist verrät mir nur die Farbe des Himmels, die sich in den Fensterscheiben spiegelt. In meinem Kopf starrt die Leere nach draußen und fragt sich warum sie nicht gehen kann.