Weihnachtsstimmung - so ein bißchen ...

Dieses Jahr bin ich wieder einmal säumig. Auf einen Adventskalender haben wir dieses Jahr verzichtet, ist auch besser für die Linie ... Geschenke habe ich nur wenige bis jetzt erstanden. Gut, die 'Zutaten' für die Pakete für Bekannte und Freund sind fast alle angekommen, aber ich müßte wenigstens diese Jahr dazukommen sie abzuschicken - habe vor zwei Wochen erst die vom letzten Jahr wieder ausgepackt und die abgelaufenen Süßigkeiten in meine 'muss-dringend-verbacken-werden-Ecke' gelegt. Große Sprünge sind dieses Jah auch nicht drin, da ich mich (und den Robert) schon mit einem neuen (nicht ganz billigen) Sofa beschenkt haben (auf dem er übrigens gerade ganz unverfroren lümmelt). Schließlich kommt die Schweigermama über die Feiertage, und die soll doch nicht auf dem Fußboden sitzen müssen. Die Liste der Dinge die noch erledigt werden müssen ist noch lang, unter anderem fehlt noch der Weihnachtsbaum und das Menü für Heiligabend muss auch noch fertiggestellt werden. Die Gelegenheit im groß angelegten Stil zu kochen/backen werde ich mir doch nicht entgehen lassen. Nur brauche ich einen Schlachtplan um dem Hamster-Weltuntergangs-Einkaufsrausch der Anderen zu entgehen. 

Historischer Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt in Dresden
Der Adventskranz ist der alte Trockenkranz aus Greifswalder Zeiten, nur mit ein paar neuen IKEA-Kerzen bestückt. Einen Punkt haben wir aber ausführlich abgehakt, was mich freut. Auf den Weihnachtsmärkten sind wir ganz entspannt und in Ruhe gewesen; sowohl in Dresden auf dem Neumarkt, dem Striezelmarkt und in Radebeul beim Budenzauber. Meinen Gühwein habe ich getrunken, die obligatorische Wildbulette und kandierte Mandeln gegessen und Pulsnitzer Pfefferkuchen gekauft. Ein paar Kleinigkeiten habe ich auch erstanden, unter anderem gefilzte Pilze (Anhänger für den Weihnachtsbaum). Der Markt auf der Festung Köngstein (Sächsische Schweiz) war nicht besonders (nur besonders teuer), und bei der Fortbildung in Potsdam fand ich den Spaziergang in Sansoucci viel entspannter als an Knobi- und Langos-Buden vorbeizulaufen (die sollten verboten werden!). Ich hätte mir aber an dem Olivenholz-Stand eines dieser hübschen Brettchen kaufen sollen als hübsche Unterlage für meine Food-Fotos ... Egal, jetzt gibt es ein paar schöne Winterfotos von dort - noch eine schöne Adventszeit!

Ente im Schlosspark

Chinesisches Haus (Detail)

Stricken ist das neue Yoga

Zugegebenermaßen fand ich Stricken immer total langweilig. Im Handarbeitsunterricht habe ich es sogar gehasst - weil mir ständig die Maschen von der Nadel fielen und das Ganze so eeeewig lange dauerte. Die Strickmagazine die es gab, waren auch altbacken, keines der Dinge da hätte ich je nachstricken wollen. Meine Einstellung zum Stricken änderte sich allerdings kurz nach meinem zweiten (Nach-Au-Pair) Besuch in Norwegen. Ein bißchen hatte ich Sehsucht zurück, und was hilft dagegen besser als ein Stück Erinnerung in den Händen zu halten (oder zu tragen)? Jeder traägt dort im Winter die typischen Norweger-Handschuhe, egal ob elegant angezogen oder nicht (eine der mir lieben Traditionen). Solche Handschuhe wollte ich natürlich auch haben. Die Fertigen aus dem 'husfliden' kosten aber ein vermögen, also wurde ein Magazin mit Strickanleitungen gekauft, das kostete auch nur zehn Euro. Aber wer sollte dies Handschuh stricken? Zum Glück gab es Mutti ... Die Wolle kam von glücklichen Pommerschen Schafen, deren schöne Wolle ich im Urlaub an der Mecklenburger Seenplatte in einem kleinen Schäferladen in Hullerbusch erstanden hatte. 
Es dauerte eine Weile, bis ich dann auch die Anleitung für meine Mutter übersetzt hatte, und letzten Winter waren die Handschuhe dann fertig. Von der Wolle war noch etwas übrig, und ich überlegte, was ich wohl davon machen (lassen) sollte. 
Irgendwie geriet ich dann auf die Seite von Drops Design (ein überaus glücklicher Zufall). Diese Seite war so komplett anders als alles andere was ich zuvor gesehen hatte und änderte meine Meinung über das Stricken komplett. Ich fand so viele schöne Modelle, unter andrem auch Strümpfe und Strickjacken, dass ich unglaublich Lust bekam selbst zu stricken - besonders das Modell einer Baskenmütze mit Norwegermütze. Meine neue Leidenschaft gipfelte dann darin dass mir Robert ein Buch übers Stricken zu Weihnachten schenkte (siehe hier), welches ich wirklich empfehlen kann Nachdem es durchgearbeitet war konnte ich es gar nicht erwarten loszulegen. 
Im Winterurlaub dann begann ich mit der Arbeit. Im Bus Richtung Fähre nahm ich die ersten Maschen auf. Im Laufe der Woche wuchs das Strickstück immer weiter, und schließlich vollendete ich kurz nachdem wir zurückgekommen waren die letzten Maschen.



Seitdem habe ich keine Hemmungen mehr was die Modelle angeht, ein paar mal habe ich schon einige Versuche wieder auftrennen müssen, aber das schreckt mich nicht ab. Die nächste Mütze wurde im Sommerurlaub fertiggestellt, ein Dreieckstuch im Urlaub im Oktober und ein Bolero Stück für Stück beim Fernsehen. Dabei musste ich sogar häkeln (die Kanten), und auch dabei habe ich mich nicht dumm angestellt - die Sachen sehen wirklich so aus wie auf den Bildern ;)

Zwischendurch kamen noch eine Babywickeljacke und eine Babyhose (für das Kind einer Freundin) dazu. Nur die Fingerhandschuhe mit Norwegermuster für Robert, die aus dem erneuerten Vorrat an pommerscherWolle entstehen sollen, werden wohl diesen Winter nicht fertig werden - Finger zweifarbig stricken macht keinen Spaß - aber es versetzt mich in einen anderen Gemütszustand da ich mich auf etwas ganz anderes konzentrieren muss - wie beim Yoga (nur der Kalorienverbrauch ist leider weniger). Es ist ein schönes Gefühl, etwas selbst gemacht zu haben. Die nächsten Profekte sind schon geplant ...

Burn-Out-Philosophie I

Manchmal frge ich mich wirklich wofür ich früh aufstehe. Für jemanden der ein richtiger Morgenmuffel ist, ist Arzt einfach der falsche Beruf. Was bring mich dazu mich jeden Morgen immer wieder neben diesen meterhohen Aktenstapel zu setzen, mit Patienten zu reden die mich für die Schwester halten und fragen wo die Visite bleibt? Für jemanden, der seit einer Woche Kopfschmerzen hat und noch nicht einmal auf die Idee gekommen ist eine Schmerztablette zu nehmen, nachts um drei aufzustehen und noch ruhig zu bleiben? Sind es die kleinen Augenblicke der Dankbarkeit die ich manchmal glaube zu spüren, durch all die Bürokratie und Dienstleistungsmentalität die sich in unserem Gesundheitswesen breitgemacht hat? Ist mir doch noch ein kleiner Funke Idealismus erhalten geblieben von dem großen Stück, was bereits im Studium dahingeschmolzen ist? Ich weiß es nicht, ich wundere mich nur jeden Tag wie alle anderen Kollegen diesen Spagat zwischen Hippokrates und Hobbes gelingt. Ich bin kein ausdauernder Sisyphos, manchmal würde ich mich gerne weigern den verdammten Stein auf den Berg der Bürokratie zu rollen. But this feet were made for walking (I guess) ...


Spekulationen über Nephrologen & Kongressstatistiken

Nachdem sich (zum Glück) mal wieder keiner finden wollte, die Gunst der Stunde zu nutzen und der Einladung unseres Pharma-Vertreters zu folgen, war ich die Glückliche, die dieses (verlängerte) Wochenende nach München zum europäischen Nephrologenkongress fliegen durfte. Diesmal wollte ich aber nicht Stunden im Zug verbringen, sondern nutzte den Luxus des Fliegens ... von Dresden selbstverständlich. Dummerweise darf man keine Stricknadeln in den Flieger mitnehmen, also konnte ich nicht an meiner Mütze weiterarbeiten. Ich stellte fest, dass Lufthansakaffee im Flugzeug widerlich schmeckt, also lieber den Tomatensaft nehmen ... Der Transfer, welches leider sehr weit außerhalb vom Zentrum lag, erfolgte mit dem Bus nachdem eine Hostess uns mit dem Schild winkend in der Halle in Empfang genommen hatte (juhu, auch ich bin mal einem der Schilder nachgelaufen). Auf dem Weg zum Hotel fiel mir ein merkwürdiges Phänomen auf, welches ich schon bei unseren letzten Autobahnfahrten stirnrunzelnd bemerkt hatte: Autobahngaffer. Auf den Brücken oder unter ihnen, mit Klappstuhl, Kühlbox und Sonnenschirm sitzen sie und starren auf den vorbeirauschenden Verkehrsstrom. Was finden diese Leute so toll daran, luftverpestendende laute Fortbewegungsmittel zu beobachten? Ein neuer perfider Freizeitsport, dessen Sinn sich mir nicht erschließt. Vermutlich Big Brother für Arme.
Das Publikum im Bus war sehr illuster, man möchte meinen Nephrologen wären alle Mitte 50jährige Männer mit Halbglatze im Anzug die schnelle Autos fahren und gar nicht so schnell das Geld ausgeben können wie sie es verdienen. Vermutlich handelt es sich aber nur um die Negativselektion die bei einem Kongress immer unweigerlich auftritt. Laut Pharmavertreter ist es bei den Kardiologen noch schlimmer - kann ich mir nicht wirklich mehr vorstellen wie das gehen soll, aber für möglich halte ich es durchaus. Das Hotel lag mittem im beschaulichen Städtchen Unterschleißheim - auf der einen Seite Autobahn, auf der anderen Industriegebiet und mittendrin zwei Tagungshotels. Da der Abend nach einer ersten Visite des Kongresszentrums zur freien Verfügung stand und die Münchner Innenstadt eine gute halbe Stunde S-Bahn-Fahrt entfernt war, entschloß ich mich im Hotelzimmer zu dinieren. Die Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten war ja ausreichend vorhanden, ich hatte die Wahl zwischen meinen guten Freunden Kaufland, Aldi, Lidl und Penny - Subway und McDonalds hätten mich bestimmt auch mit einer fertigen Mahlzeit versorgt.
Im Vergleich zu den anderen Kongresszentren die ich schon besucht habe wirkt München noch eine Spur größer und unübersichtlicher; die Umgebung recht manierlich mit einer großen Parkanlage und einem Einkaufszentrum in der Nähe. Der Kongreß überschlug sich selbst mit unverständlichen Themen, wobei auch einige sehr interessante für Nicht-Nephrologen dabei waren; einer noch aufgeblaseneren Industrieausstellung die von  Werbeartikel nur so strotzte und und Anglizismen die zum Himmel schrien. Etwas ganz Absurdes hatten die Pharmaunternehmen auf Lager, so genannte 'Lunch-Symposien', bei denen man während man in sein labberiges Sandwich biss den Ausführungen der vom jeweiligen Unternehmen gesponserten Redner lauschte. Die durften zum Glück nicht dabei essen. Von den ohrensträubenden Bezeichnungen 'hospitality desk' und 'hospitality suite' möchte ich lieber schweigen. In letzterer gab es auch etwas zu essen, diesen Service nahm ich dann am Sonntag in Anspruch. Ein lauwarmes asiatisches Gericht und zwei Crepes später saß ich dann in einer Konkurrenzveranstaltung, wo mir die Ohren noch von den teilweise abstrusen Gesprächen, die dort geführt wurden dröhnten. Ehrlich, es gibt kaum einen besseren Ort für Sozialstudien - zumindest kam ich zu dem Schluß dass eine 'Affäre' um zu einem Kongress eingeladen zu werden, für mich genug Beziehung zur arzeneimittelpruduzierenden Branche ist.


Eine nette Anekdote zum Thema Anglizismen passierte am Anreisetag. Ein schon älteres Ehepaar aus der Gruppe (vermutlich beide Ärzte), sehr herausgeputzt gekleidet, unterhielt sich in der Hotellobby vor meiner Nase. Er hatte sein Kofferschloß zugemacht aber den Schlüssel für eben dieses Schloß nicht mit und kam deshalb nicht an seine Sachen. Wir mußten auf unsere Zimmer warten, also bemerkte seine Frau: "Sonst frag' doch mal derweile ob die hier nicht einen vom Engineering haben der dir das (Schloß) aufmachen kann." Früher sagte man glaube ich Hausmeister dazu...
In München unterwegs gewesen bin ich auch ein bißchen, leider konnte ich keinen der von mir favorisierten lukullischen Tempel in Augenschein nehmen. Da ich aber a) einen Reiseführer gekauf habe und b) München schon reizvoll ist, werde ich sicherlich noch einmal zurückkommen. Jetzt steht aber erst einmal unsere Reise nach Norwegen an, das erste Trekking überhaupt. Wenn mich die Mücken nicht aufgefressen haben, melde ich mich auch brav zurück, vielleicht auch mal wieder mit einer Frischekur für das Blogdesign. Schönen Sommer!

Beutezug

Eigentlich solte ich das hier auf meinem Foodblog posten, denn es dreht sich haupsächlich um Essen. ABer dann wäre ja hier gar nichts mehr los ... Nach unserer gestrigen enttäuschenden Tour in die Sächsische Schweiz (asphaltierte Waldwege, schwülwarmes Regenwetter und lauter Busladungen wildgewordener Eintagswanderer) hatten wir noch einen schönen Abend bei André, der wie gewöhnlich mal wieder viel zu lange dauerte ... Trotzdem haben wir es heute geschafft um zehn mit dem Frühstück fertig zu sein und uns gegen 11 Uhr auf den Weg zum Bauernmarkt in der Hebelei (Niederlommatsch) aufzumachen. Natürlich sind wir mit dem Rad gefahren - Robert mit dem großen Rucksack auf dem Rücken und ich mit beiden Fahrradtaschen, denn insgeheim hofften wir einen Großeinkauf Saft tätigen zu können (Saft direkt von der Mosterei in 5l Kartons). Leider hatten wir Pech mit dem Saft, aber dafür habe ich bei Käse, Quark, Schinken und Fleisch wieder kräftig zugegriffen; und der Holzofenbackstand sorgte dafür dass ich heute abend nicht einmal ein Brot backen mußte. Aus dem Schafmilchquark, der angerissenen Dulce de leche und den frischen Himbeeren, die ich am Freitag noch günstig erstanden hatte, habe ich auch noch gleich ein lecker Dessert gezaubert. Ein wirklich erholsames Wochenende, an dem ich zwar nicht alles geschafft habe was es zu tun galt, aber etwas Kraft tanken konnte für die kommende Woche, die wieder anstrengend zu werden verspricht.


Frühlingsgefühle reversed

Wenn die Temperaturen steigen und die Luft nach Sommer riecht, möchte man meinen es geht auch mit dem Gemüt aufwärts. Dieses Jahr nicht - zumindest nicht bei mir. Ich genieße schon dass es länger hell ist und nutze auch wieder das Fahrrad zur Arbeit, aber alles andere, vor allem die Motivation, läßt auf sich warten. Die Liste der Dinge, die auf einen Schub warten, ist lang, und auch die diesjährige Mode tut nicht gerade ihr Bestes, um mich in Laune zu bringen. 

ACHTUNG! Ab hier wird hauptsächlich gejammert, wer selbst genug zu jammern hat, kann aufhören zu lesen.

1) Nächste Woche ist schon die erste von zwei Hochzeiten, und mir fehlt noch eine kreative Idee, das 'Geschenk' einzupacken - blöd wenn sich jedes Brautpaar nur Geld wünscht, da sind alle originellen Ideen, die evt für mich in Frage kommen, schon ausgelutscht ...
2) Etwas ordentliches zum Anziehen fehlt mir auch. Ich habe zwar ein Kleid, was ich anziehen werde, aber eigentlich wollte ich ein langes Kleid - nur gibt es keines, welches meinen Vorstellungen entspricht. Entweder sind sie nur für flachbrüstige Damen konzipert oder mit Rüschen oder großformatigen bunten Blumenmustern verschandelt. Also werde ich mich in mein altrosa (oder so ähnlich) Taftkleid zwängen, versuchen meine Radlerwaden möglichst schlank aussehen zu lassen und nicht den Eindruck eines Knallbonbons zu erwecken. Keine Ahnung in wievielen Geschäften ich schon gesucht habe, etwas passendes zu finden. Zumindest schöne Schuhe habe ich heute erstanden.
3) Eigentlich wollte ich mit dem Fahrrad fahren auch eine kleine Schlankheitskur induzieren, aber leider greife ich seitdem auch wieder häufiger zu süßen Sachen. Den Joghurt zum Frühstück habe ich mir zwar abgewöhnt, aber dafür gibt es jetzt Gummibärchen und Schokoriegel ...
4) Selbst die Motivation zum Kochen läßt immer mehr nach. Diesen Monat habe ich es nicht einmal geschafft die Daring Bakers Challenge pünktlich zu posten - gemacht hatte ich einen originalen British Pudding zwar noch in letzter Minute, aber dann stand er 3 Tage in der Küche ohne fotografiert zu werden und find dann schließlich an zu schimmeln. Ich werde einen zweiten am Sonntag versuchen.
5) Endlich mal ein Buch zuende lesen - ich weiß nicht wie lange ich schon am "Oppdageren" lese oder ob ich jemals in der letzten Zeit einen Artikel im Internisten komplett gelesen habe.
6) Fotografieren? Fehlanzeige. Trotz natürlichem Licht und besseren Voraussetzungen bin ich nie zufrieden und habe keine Lust 0815-Bilder zu produzieren.
7) Je wärmer es wirde, dest mehr Babybäuche bekommt man zu Gesicht - vielleicht fällt es auch nur mir besonders auf weil die Planung läuft. Ich habe keine Ahnung, wie viele meiner Bekannten oder Freunde inzwischen Eltern geworden sind, gefühlte zehn oder so. Nur warum es bei uns nicht klappt, weiß der Geier äh Storch ...
8) Morgen geht es das erste Mal zum Wandern in die Sächsische Schweiz - letztes Jahr hatten wir da schon zwei Touren gemacht - sind echt faul gewesen. Allerdings waren wir am letzten Wochenende 60 km mit dem Fahrrad unterwegs (zum Heidebergturm nach Gröden und zurück), also sollte ein bißchen Kondition vorhanden sein.
9) Schweinchenverlust Nummer 2 innerhalb eines Jahres. Nach zwei Wochen 'künstlicher Ernährung' mußten wir Flocke einschläfern lassen, weil sie nichts mehr fressen konnte. Es war nicht mit anzusehen, dass sie hungrig vorm Futternapf saß und trotz intensiver Fütterung durch uns gerade mal so ihr Gewicht halten konnte. Nachdem Robert das Schwein gestern begraben hat, haben wir heute ein neues ins Haus geholt. Lotte ist ein Albino und sollte ursprünglich Chili heißen. Die anderen Schweine finden sie weniger scharf und machen ihr erst einmal Feuer unter dem Hintern bis die Rangfolge geklärt ist.
10) Beziehungskrise.
Das einzig Positive: Diesen Monat doch noch etwas gepostet. Zwar kurz vor Mitternacht, aber immerhin. Ausbaufähig.

Back with a Blues

Schon seit zwei Wochen sind wir aus dem Urlaub zurück, aber der Urlaubs-Blues läßt mich nicht los. Zwar habe ich letzte Woche endlich den Koffer komplett ausgepackt, aber trotz der frühlingshaften Temperaturen hier sehne ich mich nach minus zehn Grad und Schnee zurück. Zwar habe vom Winterwetter und der Tatsache, dass man beim Langlauf irgendwann immer durch den Mund Luft holt eine mächtige Erkältung bekommen, aber die ist mir tausendmal lieber als das Gehuste und Geschniefe durch meine jetz wieder aufkeimende Allergie.
Außer der Erkältung habe ich noch einige andere Dinge mitgebracht - CDs von Ingrid Olava, zehn neue Kaviartuben, jede Menge Süßigkeiten (hatte mich auf der Fähre vom duty-free-Shoppingwahnsinn der Norweger anstecken lassen), fünf neue Bücher und  Devold-Unterwäsche. Natürlich auch jede Menge wunderschöner Fotos, die ich demnächst mal zu einem schönen Fotobuch mit den jeweiligen Geschichten dazu zusammenstellen werde. Die Bilder findet ihr hier.

Here we go (again)

Nicht einmal mehr 12 Stunden und dann bin ich auf dem Weg in mein geliebtes Norwegen und meinen ersten Winterurlaub überhaupt. Nach einigem hin und her hatten wir uns dann doch für eine organisierte Reise durch ein Reiseunternehmen entschlossen. Es geht nach Nordseter in die Nähe von Lillehammer, und ich hoffe dass ich sowohl meinen Koffer wieder mit Souvenirs und Büchern füllen als auch meine noch neuen Ski ausgiebig benutzten kann. Nach den letzten anstrengenden Wochen auf Arbeit und den endlos erscheinenden Brief-diktier-Sitzungen ist das etwas, was meine Laune wirklich hebt. Vielleicht klappt es dann doch endlich mal mit dem Klapperstorch, der mich bis jetzt ja rigoros ignoriert hat. Ich hoffe ich kann bald alle Fotos und Erlebnisse hier teilen (zumindest erst ab Dienstag dem 9. März, da ich am 8.3. schon wieder Dienst machen muss). Vielleicht steht dann auch schon ein Termin um meinen Geburtstag nachzufeiern ...

Nomen est Omen

Tierarztpraxen sind ein Mikrokosmos für sich. Studien über Mitmenschen und ihre Haustiere offenbaren manchmal genauso viel wie der Inhalt eines Einkaufswagens. Da sich unsere Schweinebande wohl gerade Milben eingefangen hat, mußten wir heute den Tierarzt aufsuchen, für mich wohl genauso stressig wie die Tierchen, als waschechter Mediziner befindet man sich selbst nur ungern in einer Arztpraxis, und sei es nur für seine Haustiere. Spannend wir es schon wenn die Sprechstundenhilfe nach dem Namen der Tiere fragt - da muss man schon mal buchstabieren, zum Glück haben die Hundebesitzer immer einen Impfpaß, da kann man abschreiben ... 
Da sage ich nur: Nomen ist Omen. Die Namen meiner Schweine sind dem Aussehen und dem Charakter nach ausgesucht: Flocke ist sprunghaft und optisch halt wie eine Flocke, Cookie braun und zuckersüß; und Tinka halt behäbig und moppelig ein bißchen wie ein 'Bauerntrampel'. Aber wer jetzt meint, das sei bei allen Tieren so, weit gefehlt. Hier ein paar Beispiele. Nach uns betrat Willi mit Herrchen die Praxis, ein gealtertes Exemplar der Caesar-Werbung. Willi war wirklich dick, er beschnupperte und bestieg dann unaufgefordert die im Wartezimmer aufgestellte Waage welche 9,4 kg anzeigte. Das Herrchen dazu war ein älterer Herr in blauer Wattejacke mit einer sehr weit verbreiteten 'Opa-Mütze' Typ Eisenbahner auf dem Kopf. Dann kam Amanda, ein noch dickerer Cockerspaniel, der nur so keuchte und röchelte und sich vor allen anderen Hunden zu fürchten schien; und zur Krönung wurde zum Schluß 'Sophie' in den Raum getragen (ungelogen!), eine wirklich fette undefinierbare dackelartige Promenadenmischung, wahrscheinlich das doppelte an Gewicht von dem was sie wiegen sollte. Zuerst dachte ich ja der arme Hund hat sich was geatn, aber dann war mir klar warum er so fett war ... wenn er immer nur getragen wird ... Auf die Gestik und Mimik der Tierbesitzer-Ehepaare will ich gar nicht erst eingehen, aber wer mal Zeit hat, sollte sich einfach mal in eine Tierarztpraxis setzen, spannender als Kino. Zum Abschluß dieses Themas ein Foto von Tinka in ihrer Lieblingsposition, beim dösen, die so manchen Gemütszustand einiger Zeitgenossen versinnbildlichen könnte (oder auch den Drogen machen gleichgültig - Ist mir doch egal-Spruch, wobei ich betonen möchte dass meine Schweine nur handelsübliches Heu bekommen).



Übrigens: Unseren Weihnachtsbaum hat Robert gestern fein säuberlich in Stücke gesägt. Er wartet jetzt bis zum alljährlichen Angrillen Anfang Februar auf seine feierliche Feuerbestattung.

Schneetreiben

Heute sind wir doch tatsächlich im von Tief  'Daisy' verursachten Schneesturm unterwegs gewesen. Nach meiner letzten Blamage bei meinen Eltern, wo es mich im heimatlichen Glaubitz am 'Seeberg' auf meinen Langlauf-Ski kräfig auf den Hintern gehauen hatte, ließ ich es diesmal bei meinen Winterstiefeln bleiben. Allerdings war es jetzt im Gegensatz zum letzten mal so verschneit und so wenig geräumt, dass ich hätte ohne Probleme überall fahren können. Einige Leute waren tatsächlich auch auf Ski unterwegs, als wir tapfer an der Elbe entlang durch den Stadtpark stapften. Unserer teuer zusammengekaufte Ausrüstung bewährte sich ausgezeichnet, so dass wir weder durchgefroren noch durchgenässt waren, aber ein Vergnügen war dieser Spaziergang wahrlich nicht. Die paar Bilder die ich im Stande war zu machen, zeigten alle nur eins: Grau auf Weiß, ohne zu erkennen wo der Horizont anfängt und die Landschaft aufhört.

Ich bin übrigens nicht schwanger wer das beim Anblick dieses Fotos vielleicht denken mag - diese Funktionskleidung trägt nur unheimlich auf; und über die Weihnachtsfeiertage habe ich wieder einmal tüchtig über die Stränge geschlagen was das Essen angeht, auch wenn davon auf meinem Foodblog nicht die Rede war (die ganzen Leckereien habe ich Euch alle unterschlagen, ich hoffe ich komme dazu einige nachzutragen). Und wer sich wundert, dass wir irgendwie gleich aussehen, es sind jeweils Herren- und Damenmodell der gleichen Jacke, gab es reduziert bei Globetrotter, sonst hätten wir sie uns nicht gekauft. Nach fast neun Jahren Beziehung ist ein bißchen Partnerlook schon erlaubt. Im Hintergrund hängt (wer es noch nicht bemerkt hat) Andrés Tryptichon auf einem Ehrenplatz an der hellsten Stelle unseres sonst dusteren Flures.