Bilder vom (traditionellen) Weihnachtsmarkt vor der Dresdner Frauenkirche. Aufmerksam geworden bin ich nur darauf, weil ich mit meinen Kollegen zum (Stations)Weihnachtsessen im Pulverturm hinter der Frauenkirche war und dabei den Markt erspähte. Also wurde am Samstag vor dem 4. Advent nochmal hingefahren (trotz wieder angekränkelter und müder Ina). Die Inneneinrichtung der Buden und die Bekleidung der Leute ist wirklich sehr originell und liebenswert gewesen. Robert war besonders vom Anblick der beiden Damen in der 'Mandelbrennerei' (linkes Bild) begeistert, da sie aussahen wie aus einem alten Film entsprungen. Trotz unserer dicksten Wintersachen und einem heißen Getränk wurde uns bei minus 18°C doch irgendwann kalt, und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto, welches ausnahmsweise (auch wegen der eingefrorenen Scheibenwaschanlage) nicht auf dem Park-and-Ride-Parkplatz in Kaditz sondern im Parkhaus der Altmarkt-Galerie parkte. Außer einem einzigen Weihnachtsgeschenk und kurz-vor-22-Uhr Einkäufen fürs Wochenende verließen wir Dresden an diesem Abend mit leeren Händen.
Ahhh ... Weihnachten!
Bilder vom (traditionellen) Weihnachtsmarkt vor der Dresdner Frauenkirche. Aufmerksam geworden bin ich nur darauf, weil ich mit meinen Kollegen zum (Stations)Weihnachtsessen im Pulverturm hinter der Frauenkirche war und dabei den Markt erspähte. Also wurde am Samstag vor dem 4. Advent nochmal hingefahren (trotz wieder angekränkelter und müder Ina). Die Inneneinrichtung der Buden und die Bekleidung der Leute ist wirklich sehr originell und liebenswert gewesen. Robert war besonders vom Anblick der beiden Damen in der 'Mandelbrennerei' (linkes Bild) begeistert, da sie aussahen wie aus einem alten Film entsprungen. Trotz unserer dicksten Wintersachen und einem heißen Getränk wurde uns bei minus 18°C doch irgendwann kalt, und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto, welches ausnahmsweise (auch wegen der eingefrorenen Scheibenwaschanlage) nicht auf dem Park-and-Ride-Parkplatz in Kaditz sondern im Parkhaus der Altmarkt-Galerie parkte. Außer einem einzigen Weihnachtsgeschenk und kurz-vor-22-Uhr Einkäufen fürs Wochenende verließen wir Dresden an diesem Abend mit leeren Händen.
Fröhliche Weihnacht
Adventszauber
Weihnachtswünsche
So, lieber Weihnachtsmann/frau, ich wünsche mir:
- Luscious Lemon Desserts (Lori Longbotham)
- Baking: From my home to yours (Dorie Greenspan)
- Kaffeehaus (Rick Rodgers)
- TV is my parent (Sia)
- Juliet's Wishes (Ingrid Olava)
- eine Eiscreme-Maschine (zB die Nemox Gelato Chef), preislich eher ein Kollektiv-Geschenk
- Stricken für Dummies
- eine rechteckige Silikon-Backform (habe immer noch keinen Ersatz für meine unabsichtlich zerschnittene Form bekommen)
- einen Sushi-'Koch'kurs
- ein kleiner Kaffeebereiter (French Press, zB der für drei Tassen von Bodum) damit ich auch auf Arbeit kräfig trinken kann (bei Bodum gibt es auch schöne Thermosbecher mit integrierter Presse *zwinker* in schönen Farben wie pink oder lila *wink mit dem Zaunspfahl*)
- eine schlichte Torten/Kuchenplatte mit Fuß aus Keramik (bitte kein Glas oder Metall) wie diese hier
- eine dazu passende Glashaube (darunter sollen meine Kuchenkunstwerke gut aufgehoben sein)
Tell me why I don't like November
Nasse Stippvisite auf dem Harzer Hexen Stieg und ein Geburtstagskind
Dieser Dauerberegnung hielten unsere wasserabweisenden Sachen nicht lange stand. Ich war leider noch schneller durchgeweicht als Robert. Die schön-schaurigen Aussichten mit Nebelschwaden und herbstlicher Stimmung konnten nicht über diesen unanagenehmen Zustand hinweghelfen. Das letzte Stück bis nach Altenau war eine einzige Qual; und der Plan mit dem Bus zurückzufahren, welcher inzwischen herangereif war, gestaltete sich ebenfalls schwierig. Als wir erst an der Straße und dem ersten Haltestellenschild angekommen waren, fanden wir schnell heraus dass am Wochenende nur drei- oder viermal einer fuhr, und auch nicht unbedingt eine Strecke die in Richtung des Parkplatzes zurückführte. Also sollte ein Taxi her. Unsere erste Anlaufstelle war die Touristeninformation, die aber geschlossen war - und das an einem Wochenende gegen 15 Uhr! Die angegebene Telefonnummer bei Fragen fürhte zu einer Hotline (wahrscheinlich in Hamburg oder München), wo zuerst eine lange Warteschlage und dann eine ahnungslose Mitarbeiterin bereithiel. Diese wollte uns ein Taxiunternehmen irgendwo eine halbe Stunde weiter entfernt aufschwatzten weil es sonst keins gäbe - die Anfahrt hätte uns wahrscheinlich schon ein Vermögen gekostet ... Frustriert und durchgefroren suchten wir schließlich ein Café auf, wo ich auf die gloreiche Idee kam, nach einem Telefonbuch zu fragen, die Verkäuferin kannte zum Glück auch ein Taxiunternehmen (bzw den Betreiber persönlich), so dass wir kurze Zeit später bei einem heißen Kaffe und einem Stück Kuchen auf unser Shuttle zurück warteten. Der Fahrer war gesprächig und so war die Fahrt sehr kurzweilig. Zurück im Hotel musste wir uns beeilen, denn unser Fußpflegetermin wartete schon - leider hatte die Dame denselben vergessen, so dass Robert später und ich erst am nächsten Tag in den Genuss kommen konnte.
Notiz am Rande
Eisbroiler
Nachruf
- Wie sie ganz flach und langgestreckt auf meinen Oberschenkeln lag und dabei im Schlaf mit den Ohren zuckte.
- Wie sie sich immer geschüttelt hat wenn sie längere Zeit gestreichelt wurde, um ihr Fell wieder in den "Ausganszustand" zu bringen, das heißt wieder wie explodiert auszusehen - was der Grund war dass wir sie öfters Finebumm nannten.
- Wie die durch einen Wirbel hochstehenden Fellsträhnen beim Laufen immer hoch- und runterwippten.
- Wie sie einmal versucht hat, beim Frühstück ein Brötchen vom Teller (der auf dem Boden stand) zu klauen, das fast so groß wie sie war.
- Ihre Fähigkeit genau zu wissen, wann man munter wurde, um dann bei der kleinsten folgenden Bewegung mit lautstarkem Quieken den Futterspender darauf aufmerksam zu machen, dass man jetzt etwas zu fressen wolle.
- Ihre Angewohnheit beim gestreichelt werden zu versuchen, an den Fingern, der Nase oder dem Gesicht zu lecken, einmal wurde sogar im Übermut an einem Bauchhaar von Robert recht kräftig gezogen.
Merkwürdige Sachen im Einkaufswagen & kleine Überraschung
Lazy today
- AUSSCHLAFEN!
- die letzten Marmeladengläser etikettieren und einräumen
- Kürbis einkochen
- Fahrradausrüstung + Streckenführung und -zeit zur Arbeit testen
- LUSH- und Zutatenvorrat wieder aufstocken
- alte Freunde besuchen
- neues Blogdesign entwerfen
- auf dem Blog nachtragen:
- unzählige Rezepte
- einige Ausflüge
- Buchrezensionen und neu entdeckte Musik
Hmm, scheint sehr viel zu sein ... naja, ich fange gleich morgen damit an ;)
Ausgepowert & angeschmiert
Ich sehne mich wirklich nach meinem Urlaub - die letzten Wochen haben mich wirklich geschlaucht, und manchmal habe ich wirklich nur noch funktioniert. Selbst Andrés Geburtstagseinladung zu Ice Age 3 mit Essen im Vapiano konnten meine Batterien nur für kurze Zeit aufladen - hiermit nochmal ein großes Dankeschön für den schönen Abend und die Marmeladen- und Zucchini-Spende. Diese und die leckere Pasta die es zu essen gab inspirierten mich zu diesem leckeren Gericht, so dass ich wenigstens einmal in diesem Monat die Küche zum kochen aufgesucht habe - es gab doch öfters Fertiges oder wir sind essen gegangen. Mein frei gewünschtes Wochenende wäre fast noch durch einen zusätzlichen Dienst ruiniert worden da ein Kollege ausgefallen war, zum Glück ist ein anderer Kollege eingesprungen, bei dem ich mich auch nochmal bedanken will. So konnte ich doch noch den 60. Geburtstag meiner Mutter feiern und am nächsten Tag dem Görlitzer Tippelmarkt einen Besuch abstatten. Mein Geschenk war vielleicht nicht besonders kreativ, aber da Robert in meinem Urlaub sowieso arbeiten muss und ich nicht allein irgendwohin fahren wollte, habe ich kurzerhand für meine Mutti und mich ein Zimmer in einem netten kleinen Hotel gebucht - wohin es geht habe ich aber noch nicht verraten, ein bißchen Überraschung muß sein. Das klingt vielleicht altmodisch, aber so habe ich mal die Gelegenheit mit meiner Mutter etwas mehr Zeit zu verbringen.
Der Tippelmarkt in Görlitz war insgesamt enttäuschend, und was den Besuch wirklich noch zu einem Erlebnis gemacht hat war der Besuch des Cafés 'Galerie 13'. Der nette Besitzer (und gleichzeitig die Bedienung) war wie immer zum Plaudern aufgelegt und konnte sich sogar noch an unseren letzten Besuch im März erinnern. Er verriet uns dass es wohl recht schwierig sei gute Töpfer auf den Markt einzuladen, weil das Klientel sich in den letzten Jahren Richtung 'rustikaler Stil' entwickelt hat und so die klassichen Sachen nur sehr schwer zu verkaufen sind - und folglich die Töpfer die solche Waren anbieten fernbleiben. Ich muß zugeben dass er damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte, denn ich fand wirklich keine einzige Tasse oder Teller der mir gefallen hätte. Wie immer war ich auf der Suche nach dekorativen (und benutzbaren) Stücken, welche mein Essen auf den Fotos für den Blog noch besser in Szene setzen. Leider bestand das Angebot nur aus kitschigen Stücken mit Zwiebel- oder Punktmuster oder so klobigen Gegenständen, die nur in ein Bauernhaus oder auf eine alte Holztruhe gepasst hätten. So zogen Robert und ich unverrichteter Dinge von Dannen und genossen die Sonne auf den witzigen zweisitzigen Bänken der 'Galerie 13' mit integriertem Tischchen und Blick auf die Neiße - natürlich mit einem Milchkaffe und einem Stück Mohnkuchen nach original schlesischem Rezept - da esse ich sogar die Rosinen mit!
Innerhalb des letzten Monats habe ich ordentlich Überstunden angesammelt, so dass ich eigentlich welche abbummeln sollte und nach dem Dienst am Dienstag (und folglich frei am Mittwoch) den Rest der Woche zu Hause verbringen sollte. Nur leider lagen auch die Entlassungsbriefe der vergangenen drei Wochen auf meinem Schreibtisch, so dass ich heute den freien gegen einen "Bürotag" eintauschen mußte und den ganzen Tag am Schreibtisch mit diktieren verbracht habe. Der Stapel ist gewaltig geschrumpft, ganz zum Entsetzen und Ärger unserer Sekretärin (Sorry Anett!). Jetzt hat sie nämlich 26 Briefe mehr zum schreiben auf ihrem Schreibtisch liegen. Mit einem Durchschnittswert von 16 Minuten pro Brief war ich also gar nicht mal so schlecht, aber ob diese Arbeit meinen grauen Zellen so gut tut wage ich zu bezweifeln. Wenigstens habe ich daraufhin bei "guter Führung" morgen frei bekommen und Robert und ich wollen gerne (egal welches Wetter) das verlängerte Wochenende an der Mecklenburger Seenplatte verbringen. Im Zelt natürlich - was sonst?! Meine Mutti sittet derweil die Schweinchen.
Die Laune wird mir trotzdem etwas versäuert. Heute hat auch die (dritte und) letzte meiner Kolleginnen verkündet dass sie schwanger ist - und deswegen keine Dienste merh machen kann. Um die somit extra noch anfallenden Dienste im August komme ich glücklicherweise herum da ich im Urlaub bin, aber wie die kommenden Monate bei dem hohen Patientendurchlauf werden sollen wage ich mir gar nicht vorzustellen. Besonders ab Dezember und zu Weihnachten und Silvester wird es gruselig werden, da dann alle drei schon entbunden haben/im Mutterschutz sind, so dass drei Leute wegfallen, die wenigstens noch die Stationsarbeit erledigen konnen während die anderen ständig im Dienst rotieren. Deswegen fand keiner die Verkündigung heute mehr so recht lustig was mir für die Kollegin leid tut. Danach wurden gleich Rufe für einen Keuschheitsgürtel für mich laut. Das finde ich wiederum nicht witzig - mich hat ja auch keiner nach meiner Familienplanung gefragt - vielleicht will ich ja auch ein Kind, schließlich habe bin ich auch lange genug gewartet. Rein rechnerisch (wenn man bedenkt wie lange jeder dabei ist) hätte ich die nächste sein können. Es war vielleicht dumm von mir zu warten und Rücksicht auf meine Kollegen zu nehmen und nicht schwanger zu werden, jetzt habe ich nämlich den Salat ... und die dummen Witze noch mit dazu ...
Urlaubszeit ist Leidenszeit
Seit gestern ist meine Oberärztin glücklicherweise nach zwei Wochen aus dem Urlaub zurück - nur leider ist mein anderer Kollege auf Station dafür in den Urlaub gefahren ... Der Stapel der Entlassungsbriefe die noch zu diktieren sind ist auf zwanzig angewachsen, und ich fürchte bis zum Ende der nächsten Woche wird er bis zur Decke reichen ... Mein Büro wurde inzwischen im Rahmen der allgemeinen Maleraktion auch gestrichen und sieht im Moment noch ordentlich, super sauber und glänzend aus - fragt sich nur wie lange sich dieser Zustand halten läßt. Die Wanddekoration wollte im Rahmen der Erneuerung auch ändern, nur leider ließ sich keine (beschreibbare) Metalltafel auftreiben. Ich könnte zwar eine beantragen, aber die bekomme ich dann sicher erst nächstes Jahr, und bis dahin wollte ich eigentlich keine neuen Löcher in die Wand stechen um alle meine Merkzettel anzubringen ... Die Schwestern denken gerade über die bildliche Gestaltung des (wenn neu gestrichen hellgrünen) Flurs nach, und ich soll einige meiner Fotos zur Verfügung stellen. Der lokale Fotoclub hat zur Zeit im Flur vor den Stationen eine Ausstellung mit Bildern einer alten Brikettfabrik, die nicht gerade auf Begeisterung stießen. Das soll mir nicht passieren, deswegen hier mal ein Vorschlag (Bilder ua vom vorletzten Wochenende) - Kommentare sind erwünscht!
P.S. Ich vermute das Grün der Bilder wird sich mit der Wandfarbe beißen, ich fand die Idee einer aber einfarbige 'Serie' aber ganz gut ...
Sächsiche Schweiz 24.5.2009 - Vom Lichtenhainer Wasserfall durch die Affensteine nach Schmilka
Modifizerte Tour 12 - Vom Lichtenhainer Wasserfall (zum Neuen Wildenstein und Frienstein) über die Affensteine nach Schmilka
Einen detailierten Tourenplan gibt es hier
Diesmal sollte es ein bißchen komplizierter werden. Nicht nur die Anreise, sondern auch die Wanderung - ich wollte einmal wieder die Spannung vom Sarttiegenklettern spüren und meine (bereits schwindende) Höhenangst herausfordern. Das erste Mal sollte es einen unterschiedlichen Start- und Zielpunkt geben; und auch der zweite Teil der Strecke war nicht konkret festgelegt.
Startpunkt unserer Wanderung war der Lichtenhainer Wasserfall, zu erreichen per Kirschnitztalbahn (einer alten Straßenbahn) eine halbe Stunde Fahrt von Bad Schandau entfernt. Mit der VVO-Tageskarte gab es sogar Rabatt auf die Fahrkarte. Natürlich war damit der erst ein später Start möglich - wir begannen erst um zwölf unsere Wanderung, nachdem wir kurz den touristenüberlaufenen Lichtenhainer Waserfall scheel beäugt hatten - von einem Fall konnte ja keine Rede sein, eher von einem 'Fällchen'. Und die halbstündliche "Flutung" zu einem sehr kitschigen "Conquest of Paradise" wirkte geradezu makaber, genauso wie die versammelten Menschenmassen der zahlreichen umliegenden Wirtschaften.
Schnell weg aus der kommerziellen Zone Richtung Kuhstall. Den Berg hinauf kamen wir erst einmal tüchtig ins schwitzen - um dann am Kuhstall feststellen zu müssen, dass dort schon die nächste Wirtschaft (auf den eher übergewichtigen Einmal-im-Jahr-Wanderer) wartete. Die Himmelsstiege führte uns auf den Neuen Wildenstein hinauf und alsbald wieder hinunter, und wir machten noch einen Abstecher zum Schneiderloch, wo do einiges Klettergeschick und Gelenkigkeit gefragt war - wie z.B. alte Übungen aus dem Sportunterricht wie Vierfüßlergang ... Das Gute an der Gastwirtschaft war nur die Möglichkeit eine Toilette aufzusuchen, ich will nicht (und hasse es eigentlich) in einem Naturschutzgebiet in die Büsche zu kriechen - mir stoßen schon die überall am Wegesrand herumliegenden Papiertaschentücher auf. Einigen Damen mit teuren Wanderklamöttchen (zum Beispiel die Mittlerweile auf Mainstream getrimmte Marke mit der Tatze) schien das Örtchen jedoch nicht fein genug, und das obwohl es sauber war. Na gut, das ganze Etablissement verströmte noch den Charme des vergangenen Sozialismus (auch auf der Speisekarte), aber war doch eine "Oase in der Wildnis" über die man sich freuen sollte wenn man darauf beim Wandern nicht verzichten kann.
Wir zogen es vor eine Schnitte am Aussichtspunkt zu verspeisen und dann ins Wildensteiner Waldtal abzusteigen, um dann auf dem Fremdenweg gemütlich durch den Wald zum Frienstein zu wandern. An dieser Stelle ein kleiner Komentar um die folgende Anekdote zu verstehen: Für Radfahrer gibt es speziell markierte Routen, die auf den Hauptwegen entlanglaufen und auch mit dem Rad zu bewältigen sind - so sollte man selbst ohne Karte nicht in die Verlegenheit kommen den falschen Weg einzuschlagen. Das hatte das Gothic-Pärchen, welches seine Mountainbikes vor uns den Weg hochschob wohl vollends ignoriert . Am Fuß der Treppenanlage schimpfte Sie ärgerlich, weil sie umdrehen mußten, und er antwortete in einem schweizerisch klingenden Dialekt:" Des koanst halt net wissen oab dor Weg weitergeht oader net!" Amüsierter Blickaustausch zwischen Robert und mir - wir dachten beide dasselbe - wer lesen kann ist klar im Vorteil ... Der Weg die Treppenanlage hinauf war nicht ohne, und wir mussten beschämenderweise Pause machen, weil wir wirklcih aus dem letzten Loch pfiffen. Einer der vielen Wanderer die ebenfalls verteilt auf den Absätzen rasteten konnte sich eine spöttische Bermerkungen zu Roberts geöffneten Lüftungsschlitzen an den Hosen nicht verkneifen, was aber nicht nur seine Reisegruppe sondern auch uns amüsierte - es war bei der Wärme nämlich wirklich notwendig überall Luft ranzulassen ...
Oben angekommen und immer noch ziemlich kurzatmig ging der Weg weiter auf der oberen Affensteinpromenade. Der Ausblick war trotz dichten Baumbewuchses wirklich großartig, und wir ließen uns Zeit alles richtig auf uns wirken zu lassen - einige Mitwanderer benutzen diesen großartigen Panorama-Weg allerdings als Trimm-dich Strecke und überholten in einem Affenzahn (ups, kleines Wortspiel ...). Rings um die Idagrotte klebten die Kletterer an den Felsen, es schien also nicht nur für Wanderer ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Trotz relativem Begängnis gelangen Robert sehr schöne (einsam wirkende) Fotos mit mir, das eine schaffte es sogar mein neues Hintergrundbild zu werden. Nach einer kurzen Rast wanderten wir dann an den Affensteinen entlang wieder hinunter in Richtung Blossstock, von wo aus die originale Tour dann zurück über den Beuthenfall zum Lichtenhainer Wasserfall gehen sollte. Ich hatte mir aber schon vorher vorgenommen, noch eine Stiege zu gehen - dumm nur dass ich mich dann doch nicht traute dem grünen Bergpfadpfeil an der Feldwand zu folgen, um zur Häntzschelsteige zu gelangen. Stattdessen liefen wir am Fuß auf der unteren Affensteinpromenade weiter (selbst die 1:10 000-Karte meines Vaters war an dieser Stelle nicht genau zu entschlüssel. Ich frage micht ob es überhaupt Karten gibt wo alle Stiegen und auch unmarkierte Pfade übersichtlich eingezeichnet sind.). Robert jammerte mittlerweile über sein Knie was ihm Schmerzen bereitete, aber ich wollte trotzdem nicht auf ein wenig Kletterherausforderung verzichten. Wir fanden dann doch noch den Einstieg zur "Wilden Hölle", der mit 'schwierig' gekennzeichnet war. Bis auf ein paar hohe Steinstufen im Fels und einige Metalltritte war der Weg aber unspektakulär, und ich ein bißchen enttäuscht. Auf dem Weg passierten wir dann den Carolafelsen (siehe erste Tour) welchen wir natürlich wieder erstiegen und für eine ausgiebige Pause nutzten - für mich mit Bionade und für Robert mit einem Bier, beides eisgekühlt den ganzen Tag im Rucksack in der Kühltasche umhergetragen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch war es dank der späten Nachmittasgsstunde fast menschenleer.
Weiter in Richtung Schmilka führte der Weg dann über die 'Heilige Stiege', eine Treppenanlage durch eine eindrucksvolle Schlucht, aufgrund der fehlenden Sonne konnte ich leider keine vernünftigen Fotos mehr machen. Warum aber 'heilig'? Weil so viele Stufen wie Heilige?! ... Glücklicherweise erreichten wir Schmilka rechtzeitig um noch im Zeitplan mit der Fähre übersetzen zu können. Der Sprint zum Zug blieb uns glücklicherweise erspart da der Fährmann diesmal ein etwas besseres Timing bewies.
So schön ist Deutschland
Der ICE windet sich durch grüne Täler, die von der letzten Abend sonne gekitzelt werden. Auf dem Weg zurück von München nach Leipzig, Separées, Steckdosen, Handyempfang, Bedienung am Platz. Die letzten 36 Stunden ein schwammiges Durcheinander im Kopf. Weiches breites Hotelbett mit Balkon am Englischen Garten, Hilton-Embleme auf Schreibblöcken und Schuhanziehern, Unmengen weicher weißer Handtücher und dicker samtiger Teppich, der jeden Schritt verschluckt. Mehrmalige Völlerei mit italienischen Antipasti, frischen Salaten und frischen Fischgerichten. Zweimal eine Fahrt vorbei an imposanter Architektur von und zum Bahnhof, der eher wirkt wie eine schmutzige Industriehalle aus den Siebzigern. Graue Regenschleier und lange Stunden in einem riesigen Ballsaal mit blumenartigen Deckenleuchten und schummriger blauer Beleuchtung. Expertengespräche und -austausch im Nirgendwo. So müssen sich Künstler auf Tour fühlen. Städte und Gesichter, schön und abweisend anonym zugleich. Das war mein Fortbildingswochenende in Müchen - nächstes Mal mit mehr Zeit, Ruhe und Begeleitung, damit ich nciht irgendwo ins Nirgendwo reise, ohne Gefühl für Zeit und Raum in unserem wunderschönen Land, von dem noch viele schöne Fleckchen entdeckt werden wollen.
Irgendjemand hat ein Schild rausgehängt ...
... zumindest immer wenn ich Dienst habe. Am Samstag war wieder mal die Hölle los - allein sechs Patienten ab halb drei Uhr NACHTS. So eine Patientenaufnahme dauert (wenn man sie gründlich macht) mindestens eine halbe Stunde, und wer jetzt noch etwas rechnet kann sich denken dass ich in der Nacht nicht viel geschlafen habe - geschlagene 2 Stunden nämlich. Ich wollte am nächsten Tag unbedingt zum Töpfermarkt nach Altkötschenbroda, also hat mich Robert nachdem ich halb zehn totmüde ins Bett gefallen bin gegen um zwei mehr rausgezogen als geweckt. André freute sich natürlich über unser Kommen weil ich ihm prompt an seinem Stand zwei Gläser und eine Flasche Wein abgekauft habe - war ja für einen guten Zweck, aber der Wein in meinem Zustand war dann doch keine soooo gute Idee. Meine Geldbörse habe ich ebenfalls um Einiges erleichtert - zwei große Tassen mit Untersetzer und eine Seifenschale fürs Bad mußten es sein. Ich hatte schon lange eine gesucht, und an einem Stand fiel mir eine "naturalistische" mit Pflanzenabdrücken und in braun gehalten ins Auge. Eine Zweite (kleinere) als Ersatz oder Geschenk und eine kleine Schüssel derselben Art sind auch noch in der Tüte gelandet.
Hinterher haben wir uns dann bei "Wallace und Gromit" köstlich amüsiert, natürlich bin ich dann wieder furchtbar spät im Bett gewesen - so spät dass ich gestern gleich mal um neun ins Bett gegangen bin (nach einigen Überstunden, da sich die Arbeit wieder auf dem Schreibtisch häuft). Wenn nächste Woche meine Oberärztin im Urlaub ist (den sie sich wirklich verdient hat), kann es nur schlimmer werden. Zum Glück wird gerade auf Station gemalert, so dass wir zwei Zimmer nicht belegen können, und ich habe die kommende Woche erst am Freitag wieder Dienst - vielleicht nimmt jemand bis dahin ja das Schild rein ...
Drama Baby!
Eigentlich wollte ich heute gar nicht bloggen. Nachdem ich schon wieder viel zu lange auf Arbeit war habe ich auch nur ganz kurz meine Küche für ein kleines Abendbrot besucht ... na gut, ich habe wieder mal eine Tarte gebacken, konnte der Versuchung nicht widerstehen. Außerdem wollte ich den Fußboden nicht bekrümeln, nachdem Robert gestern im Schweiße seines Angesichts die komplette Wohnung gewischt hat dass man sich überall spielgeln konnte.
Dann habe ich mir die Zeit mit dem Lesen eines Culinaria Frankreich-Buches versüßt, da ist mir wirklich das Wasser im Munde zusammengelaufen. Gemütlich wollte ich noch ein bißchen in den Satanischen Versen lesen (nicht gerade leichte Kost) und dann mal zeitig ins Bett gehen um die verlorenen Stunden der letzten Tage nachzuholen. Doch da spähte ich aus meinem Schlafzimmerfenster und erblickte das:
Drama Baby! Manchmal liegen spektakuläre Bilder einfach vor der eigenen Haustür ...
All I need is sleep
Sauwetter
Das derzeitige Sauwetter erleichtert mir die zwei Dienste über Pfingsten. Heute ist grillen bei meinen Eltern angesagt; und da bei der derzeitigen Wetterlage (Regen und Gewittergefahr) eine Wanderung in den Bergen sowieso unvernünftig gewesen wäre, kann ich den Tag "rumgammeln" so wie es mir gefällt. Mein aktuelles Buch habe ich seit Wochen nicht in der Hand gehabt, das heißt meine Buch-Challenge gerät etwas in Verzug, und auch die große Faulheit hat sich meiner bemächtigt - wollte ich nicht eigentlich mehr für (oder besser gesagt gegen) meinen Winterspeck tun? Da ich schon im August nach Norwegen wandern will, solte die Kondition bis dahin stimmen ... Vielleicht komme ich ja wenigstens noch dazu eine Schokoladen-Tarte zu backen (keine Sorge, reines Experiment und nicht dazu bestimmt von mir verspeist zu werden - na gut, nur ein Stück zum Probieren) oder endlich die Marmeladengläser zu ettikettieren. Zur Zeit kocht gerade ein neuer Ansatz Dulche de leche in der Küche ...
Einer der schönen Sonnenunter- und -aufgänge der letzten Tage - im Gegensatz zu heute weder grau noch verregnet.
Blabla - Warum Kongresse große Werbeveranstaltungen sind
An alle die dachten ich habe (weil keinen Dienst) die letzten Tage ordentlich ausgespannt: Nö! Am Mittwoch und Donnerstag habe ich mich fortgebildet, und zwar auf der Tagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig. Da ich am Donnerstag schon auf eine Veranstaltung wollte die um acht begann mußte ich sogar um fünf aufstehen. Ein bißchen enttäuscht war ich schon was am Ende "hinten raus" kam. Viele Sachen kannte ich bzw sie waren mir nicht fremd, so dass alles eher eine mehr oder weniger spannende Wiederholung war. Einige Dinge waren neu und interessant, aber ohne Konsequenz. Warum? Weil sich alle Welt auf Kongressen immer hinter Studien versteckt und gerne im Konjunktiv redet. Für mich als jemanden, der in der Klinik arbeitet und nur das aufschreiben darf, was auch "gelistet" ist, das heißt ein Medikament was wir uns liefern lassen dürfen, sind das alles schöne Luftblasen. Die Pharmaindustrie und ihre Referenten werben für ihre Produkte (was manchmal nicht unberechtigt ist, denn sie sind gut), aber ich darf sie nur in Ausnahmefällen verwenden. Ich bleibe zurück mit meinen praktischen Fragen - jeder behauptet sein Insulin wäre das Beste usw - aber wie soll ich das beurteilen geschweige denn umsetzten können wenn mir die Erfahrung in der Einstellung fehlt? Daran denkt keiner, alle schweben in den Wolken. Die Professoren machen aus Fragerunden persönliche Diskussionen um Details, die dem Zuhörer ein Rätsel belieben und er sich fragt, warum sie das nicht hinter ihren riesigen Schreibtischen austragen können ...
Als Entschädigung gab es jede Menge Goodies - Taschen, Kulis, Klebezettel, Prospekte, Schreibblöcke und an den Ständen Essen und Trinken umsonst (na gut, ein Ohr mußte man dem einen oder anderen Vertreter schon leihen). Soviel Latte macciato an einem Tag habe ich noch nie getrunken. Außerdem wundert es mich, dass es auf einer Tagung wo es um Diabetes geht so viele Süßigkeiten gibt ... vermutlich der Versuch neue Kunden zu züchten ... und wir alle sollten es doch viel besser wissen ... Freitag mußte ich arbeiten und habe gleich wieder eine Überstunde gemacht - ich hätte gerne meine Kollegen einen Kopf kürzer gemacht weil kein einziger Entlassungsbrief geschrieben war, aber selbst dazu hatte ich keine Zeit.
Heute der Versuch, die Mohnbüte in voller Pracht zu forografieren. Nur leider war die Natur gegen mich: Ständig Windböen, Gegenlicht und andere Widrigkeiten. Es ist mal wieder der Wurm drin. In der nächsten Woche erwarten mich drei Dienste; und ich frage mich ob ich werde jemals ausschlafen können...
Introducing Bob
Nach langem Warten war der ersehnte Tag endlich da: Friseurtermin beim directors cut. Anderthalb Stunden später, ungefähr 40 cm kürzer und gefühlte drei Kilo leichter saß er auf meinem Kopf - der Bob - und ich wollte ihn nicht mehr hergeben. An die Vorteile muß ich mich noch gewöhnen (und ich entdecke ständig neue) - Keine Haargummis, lange Haare auf dem Fußboden, kurze Wasch- und Trockenzeiten und keine Kopfschmerzen mehr, kein Geziepe beim Kuscheln ... Das hat Denise wirklich sehr gut gemacht! Den abgeschnittenen Zopf habe ich meinem Chef vermacht, er restauriert gerade das Familienschaukelpferd und ist noch auf der Suche nach einer Mähne ;) Erstaunlicherweise habe ich bis jetzt nur Komplimente bekommen und fühle mich umso mehr geschmeichtelt. Die Frisur wird, denke ich, ein Dauerbrenner.
Eine "gesunde" Gesichtsfarbe habe ich mir am Sonntag auch zugelegt. Ich wollte auf den Töpfermarkt in Meißen um kam auf die wahnwitzige Idee mit dem Fahrrade dahin zu fahren, als am Samstag bei Globi noch Ortlieb-Fahrradtaschen erstanden und los ging es. Nach 52 km rechts und links der Elbe und einem Steinofenbrot und starken Schmerzen am Allerwertesten zurückgekehrt hatten sich Robert und ich trotz Sonnencreme in zwei 'Rothäute' verwandelt. Meine Handrücken sind besonders schlimm dran; und als mir dann beim Essen kochen noch das heiße Bratfett draufgespritzt ist habe ich laut geflucht ...
Die Erkenntnis des Tages: If you want Bob, just let it happen.
Maiausflug - Sächsische Schweiz 1.5.2009: Rund um Krippen
Dieses Mal: Tour 22: Krippen - (Liethenmühle) - Kohlbornstein - Kleingießhübel - Großer Zschirnstein - Wolfsberg - Reinhardtsdorf - Krippen (Strecke: 20 km, Gehzeit 6 h)
Am ersten Mai sollte es natürlich unseren traditionellen Maiausflug geben, und mit dieser Idee waren wir selbstverständlich nicht allein. Schon der Zug von Riesa nach Coswig war proppevoll, und selbst in Coswig war die S-Bahn gut gefüllt - von den Verhältnissen in Dresden Hauptbahnhof ganz zu schweigen ... der Zug fuhr fünf Minuten später los weil sich die Leute nicht schneller einsortieren konnten. In Krippen verleißen wir fluchtartig den Zug und starteten unsere Tour. Der Weg führte erst durch den Ort und dann durch den Wald bergan. Am ersten Abzweig gingen wir gleich in die falsche Richtung und landeten an der Liethenmühle, so dass wir den Kilometer zurücklaufen mußten. Die weitere Wegbeschreibung war alles andere als präzise, und so war es wohl eine ordentlich Portion Glück die uns den Gipfel des Kohlbornsteines finden ließ. Der Ausblick war fantastisch, nur leider wieder sehr diesig.
Vom Kohlbornstein aus war der Weg ausgeschildert, so dass ich den vermaledeiten Wanderführer erst einmal wegsteckte. An den Lasensteinen entlang führte er Richtung Kleingießhübel. Nicht gerade spektakulär, aber angenehm für die Füße und Augen. Der grüne Waldweg mit knorrigen Wurzeln und Moos hatte schon etwas märchenhaftes und war insgesamt gesehen doch das Reizvollste der ganzen Strecke. Die Kühle des Schattens und die Ruhe (es begegneten uns nur ein paar Wanderer) waren eine wahre Wohltat. In Kleingießhübel angekommen mußten wir wieder der Asphaltstraße folgen - durch ein pitoreskes Dörfchen welches noch den Schein einer Unschuldigkeit und Natürlichkeit ausstrahlte, weit weg von Konsum und Kommerz. Auf dem folgenden Anstieg zum Zschirnstein japste ich mal wieder nach Luft, und wir quälten uns gemeinsam den Berg nach oben, bis uns die Schweißtropfen zum wiederholten Male an diesem Tag von der Stirn tropften. Oben angekommen gönnten wir uns unser Mittagessen und das in einer Thermostasche eisgekühlte Lübzer Lemon. Ich weiß, es ist dämlich zwei schwere Bierflaschen in einer Isoliertasche mitsamt Eis-Akkus fünfzehn Kilometer durch die Gegend zu tragen, aber der Geschmack eines kalten Getränkes nach einer Durststrecke ist einfach unbezahlbar. Der Bohnen-Tomaten-Kassler-Eintopf aus den Thermoskannen war recht scharf geraten und genau das richtige für unseren Bärenhunger, nur waren die Bohnen noch mehr als bißfest. Vielleicht hätte ich sie doch länger einweichen sollen - tja, an meiner Planung muss ich dringend arbeiten ... Meine Laune verbesserte sich nicht gerade als sich auf den frisch angezogenen hellen Hosen zu den am Morgen entstandenen Blutflecken noch Tomatenflecken gesellten. Robert stöhnte über sein schmerzendes Knie, und wir wollten gerne wieder nach Hause.
So quälten wir uns den Berg nach unten und durch den Wald , um am Wolfsberg dann Richtung Reinhardtsdorf zu marschieren. Die Rapsfelder glühten gelb in der Nachmittagshitze. Nach einem gemütlichen Bergab mußten wir wieder hinaufsteigen, um auf dem "Caspar-David-Friedrich-Weg" zurück Richtung Krippen zu laufen. Dieser Strecknabschnitt war noch einmal schön und "wildromantisch", aber durch stetes Auf und Ab weniger entspannend. Die letzten Stufen nach Krippen hinunter schlichen wir jammernd hinunter. Im Ort angekommen stellten wir erschrocken fest, dass gerade die Zeit war, in der die S-Bahn abfahren sollte, und der Bahnhof lag etwas außerhalb ... Nach einem verzweifeltem Sprint-versuch und der Suche nach der Unterführung in Panik erreichten wir den Bahnsteig gerade als die Bahn einfuhr. Warum muss bei uns alles immer in der letzten Sekunde passieren?!
Hinterher war noch etwas Kraft übrig um mit André auf dem Neumarkt im Eiscafé einen großen Becher Joghurteis zu genießen. Dabei zeigte er was er so kann - nämlich einen Joghurt-Spezial in weniger als fünf Minuten zu verspachteln - und zog so die Blicke der vorbeiflanierenden Passanten auf sich. Wer immer ihn beim Wettessen schlagen will, muss vorher kräftig üben ;) Beim Dienst am nächsten Tag wußte ich wenigstens, warum mir alles weh tat ...
Sächsische Schweiz 25.04.2009: Von Bad Schandau über die Schrammsteine nach Schmilka
Die (modifizierte) Tour 10 aus unserem Wanderführer, da die Tour eigentlich am Großen Winterberg entlangführt, wir diesen Streckenabschnitt aber schon kannten. Die kursiven Orte sind stattdessen dazugekommen.
Bad Schandau - Hohe Liebe - Großes Schrammtor/Schrammsteinaussicht - Gratweg - Breite Kluft - Kleine Bastei - Schmilka (ca 20 km, 5h Gehzeit)
In Bad Schandau starteten wir am Bahnhof. Da wir keine Lust hatten auf die Fähre zu warten nahmen wir die Elbbrücke und liefen dann ins Stadtzentrum - die Fähre legte ungefähr zwei Minuten vor uns an ... In Serpentinen ging es dann zum Ortsteil Ostrau hinauf, wo viele in skandinavischem Stil erbaute Holzvillen stehen - ein hübscher Anblick. Fußfaule können übrigens einen Aufzug hinauf benutzen. Durch den Dorfkern ging es erst an einer Landstraße entlang bis wir endlich wieder in den Schatten des Waldes abtauchen durften. Der Weg zu Hohen Liebe führt zuerst auf einem mit Betonplatten belegten weg entlang, nicht unbedingt erholsam für die Knie. Zum Glück waren wir zeitiger als sonst losgefahren und erreichten den Gipfel noch vor dem Mittag - eine Ruhe! Keine Menschenseele außer uns, welche Wohltat! Schon auf dem Rückweg kamen uns aber die ersten Mitwaderer entgegen. Einige waren weniger gut vorbereitet bzw ausgerüstet als wir und waren schon mehr ins Schwitzen geraten - Robert konnte sich einige Kommentare nicht verkneifen, wie zum Beispiel den folgenden: "Wenn man riecht wie 'ne Blumenwiese und in den Wald rennt braucht man sich nicht wundern wenn sich die Insekten auf einen stürzen."
Am großen Schrammtor angekommen war es mit der Runde dann endgültig vorbei. Ganze Heerscharen strömten in Richtung Schrammsteinausicht und konnten es nicht lassen, auf den bizarren Felsgebilden herumzuturnen. Die Zahl der Wegweiser zu den ausgewiesenen Kletterstellen nahm immer mehr zu, und an einigen waren die Kletterer auch schon einfrig zugange. Wir begnügten uns mit dem Steig zur Aussicht hinauf (den man nur in eine Richung steigen darf). Die Stufen und Leitern brachten uns ordentlich aus der Puste, aber der Ausblick war die Anstrengung wieder einmal wert. Einige der Kletterer, die man bestaunen konnte waren ebenfalls am Ziel angekommen.
Auf dem Gratweg ging es weiter - teilweise wieder auf etwas abenteuerlich wirkenden Stiegen. Die uns entgegenkommenden Gruppen an rüstigen Rentnern, Studenten und Familien wußten zum Glück noch nicht, was da auf sie zukam. Zu Hochzeiten möchte ich da aber nicht entlangkraxeln, mir war es jetzt schon genug Gegenverkehr und eng genug an den 'Nadelöhren'. Einige der mitgeführten Hunde waren zum Glück noch klein genug um an den schwierigen Stellen getragen werden zu können. Keine Ahnung wie Herrchen das Gelände nur noch mit einer Hand bewerkstelligt und was der Besitzer eines Bernhardiners macht (na gut, der ist vielleicht noch am ehesten bergtauglich) ...
An der Breiten Schlucht angekommen machten wir Mittagspause, diesmal gab es Linsen aus der Thermoskanne. Ich legte mich zur Entspannung kurz auf den warmen Stein - auf den Rücken, alle Viere von mir gestreckt - aber bei der Sonneneinstrahlung war es auf Dauer nicht auszuhalten, zumindest ohne Sonnenbrille. Zum Schluß unserer Tour machten wir einen Abstecher zur Kleinen Bastei, wo wir noch einmal einen fantastischen Ausblick hatten - irgendwie kann man sich soch nicht daran gewöhnen ... In Schmilka angekommen war gerade die Fähre auf unsere Seite unterwegs, so dass wir gleich zum Bahnhof übersetzen konnten. Den Zug schafften wir trotzdem nur mit einem Sprint, weil sich der muffelige Fährmann zu keiner Hast hinreißen ließ und ein Pärchen Fahrradfahrer schlendernd beim Aussteigen den ganzen Steg blockierte.
Aufgrund des guten Zeitmanagementes war sogar noch ausreichend Zeit übrig um beim Globetrotter in Dresden Halt zu machen und zu stöbern, aber wirklich fündig wurden wir auch dieses Mal nicht.