Sächsische Schweiz 25.04.2009: Von Bad Schandau über die Schrammsteine nach Schmilka

Die (modifizierte) Tour 10 aus unserem Wanderführer, da die Tour eigentlich am Großen Winterberg entlangführt, wir diesen Streckenabschnitt aber schon kannten. Die kursiven Orte sind stattdessen dazugekommen.


Bad Schandau - Hohe Liebe - Großes Schrammtor/Schrammsteinaussicht - Gratweg - Breite Kluft - Kleine Bastei - Schmilka (ca 20 km, 5h Gehzeit)


In Bad Schandau starteten wir am Bahnhof. Da wir keine Lust hatten auf die Fähre zu warten nahmen wir die Elbbrücke und liefen dann ins Stadtzentrum - die Fähre legte ungefähr zwei Minuten vor uns an ... In Serpentinen ging es dann zum Ortsteil Ostrau hinauf, wo viele in skandinavischem Stil erbaute Holzvillen stehen - ein hübscher Anblick. Fußfaule können übrigens einen Aufzug hinauf benutzen. Durch den Dorfkern ging es erst an einer Landstraße entlang bis wir endlich wieder in den Schatten des Waldes abtauchen durften. Der Weg zu Hohen Liebe führt zuerst auf einem mit Betonplatten belegten weg entlang, nicht unbedingt erholsam für die Knie. Zum Glück waren wir zeitiger als sonst losgefahren und erreichten den Gipfel noch vor dem Mittag - eine Ruhe! Keine Menschenseele außer uns, welche Wohltat! Schon auf dem Rückweg kamen uns aber die ersten Mitwaderer entgegen. Einige waren weniger gut vorbereitet bzw ausgerüstet als wir und waren schon mehr ins Schwitzen geraten - Robert konnte sich einige Kommentare nicht verkneifen, wie zum Beispiel den folgenden: "Wenn man riecht wie 'ne Blumenwiese und in den Wald rennt braucht man sich nicht wundern wenn sich die Insekten auf einen stürzen."


Blick von der 'Hohen Liebe' zu den Affensteinen... im Hintergrund die Schrammsteine ...Der Falkenstein


Am großen Schrammtor angekommen war es mit der Runde dann endgültig vorbei. Ganze Heerscharen strömten in Richtung Schrammsteinausicht und konnten es nicht lassen, auf den bizarren Felsgebilden herumzuturnen. Die Zahl der Wegweiser zu den ausgewiesenen Kletterstellen nahm immer mehr zu, und an einigen waren die Kletterer auch schon einfrig zugange. Wir begnügten uns mit dem Steig zur Aussicht hinauf (den man nur in eine Richung steigen darf). Die Stufen und Leitern brachten uns ordentlich aus der Puste, aber der Ausblick war die Anstrengung wieder einmal wert. Einige der Kletterer, die man bestaunen konnte waren ebenfalls am Ziel angekommen.




Auf dem Gratweg ging es weiter - teilweise wieder auf etwas abenteuerlich wirkenden Stiegen. Die uns entgegenkommenden Gruppen an rüstigen Rentnern, Studenten und Familien wußten zum Glück noch nicht, was da auf sie zukam. Zu Hochzeiten möchte ich da aber nicht entlangkraxeln, mir war es jetzt schon genug Gegenverkehr und eng genug an den 'Nadelöhren'. Einige der mitgeführten Hunde waren zum Glück noch klein genug um an den schwierigen Stellen getragen werden zu können. Keine Ahnung wie Herrchen das Gelände nur noch mit einer Hand bewerkstelligt und was der Besitzer eines Bernhardiners macht (na gut, der ist vielleicht noch am ehesten bergtauglich) ...



An der Breiten Schlucht angekommen machten wir Mittagspause, diesmal gab es Linsen aus der Thermoskanne. Ich legte mich zur Entspannung kurz auf den warmen Stein - auf den Rücken, alle Viere von mir gestreckt - aber bei der Sonneneinstrahlung war es auf Dauer nicht auszuhalten, zumindest ohne Sonnenbrille. Zum Schluß unserer Tour machten wir einen Abstecher zur Kleinen Bastei, wo wir noch einmal einen fantastischen Ausblick hatten - irgendwie kann man sich soch nicht daran gewöhnen ... In Schmilka angekommen war gerade die Fähre auf unsere Seite unterwegs, so dass wir gleich zum Bahnhof übersetzen konnten. Den Zug schafften wir trotzdem nur mit einem Sprint, weil sich der muffelige Fährmann zu keiner Hast hinreißen ließ und ein Pärchen Fahrradfahrer schlendernd beim Aussteigen den ganzen Steg blockierte.



Aufgrund des guten Zeitmanagementes war sogar noch ausreichend Zeit übrig um beim Globetrotter in Dresden Halt zu machen und zu stöbern, aber wirklich fündig wurden wir auch dieses Mal nicht.

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