Die zweite Tour sollte wieder eine lange werden, mit kleinen Modifikationen Nr. 28 aus unserem Wanderführer. Wir waren zwar darauf gefasst, dass es voll sein würde (da ja Osterwochenende war), aber wieder waren es mehr Leute als gedacht. Wir dachten natürlich dass sich die Menschenmengen unterwegs etwas lichten würden, aber weit gefehlt ...
Strecke: 17 km, Gehzeit ca. 6 Stunden
Von Königstein aus ging es hinauf zum Quirl - zuerst an der Räuberhöhle mit einem steinernen Tisch vorbei. Dann sollten wir einer Treppe folgen - unmarkiert natürlich - und bei der weiteren schlechten Beschreibungen des Wanderführers gingen wir zuerst mal in die Irre. Nach einigem Überlgen ob wir vielleicht umdrehen sollten gingen wir aber soch weiter und erreichten schließlich nach einem größeren Umweg den Aussichtspunkt auf dem Quirl. Daraufhin ging es wieder bergab und durch den Wald in Richtung Pfaffenstein. Je näher wir ihm kamen desto mehr wurden die Menschenmassen. Nach einem Aufstieg über einen mit Treppen befestigtem Steig landeten wir vor dem Gasthaus - überbevölkert ist geschmeichelt ... So wurde es doch nichts mit Roberts erträumtem Radler und es ging im Gänsemarsch hinter den anderen Wanderern auf dem Plateau Richtung Barbarine, teilweise in engen Schluchten zwischen hohen Felsen, so eng, dass der Rucksack links und rechts schon an der Wand entlang schleifte. Am Aussichtspunkt gönnten wir uns unser Mittagessen - Fünf-Minuten-Terrine und einen gekühlten Schokopudding. In der prallen Mittagssonne wollten wir dann nicht lange verweilen und wählten einen weniger begangenen Abstieg.
Die Tour folgte einem Waldpfad weiter, der irgendwann auf eine Straße mündete. Im Staub und auf heißem Asphalt folgten wir den Straßenpfosten und stießen auf einen Parkplatz - besser noch eine Anhäufung von Autos ohne Ende. Auf der einen Seite ging es zum Gohrisch, auf der anderen zum Papststein. Ein bißchen habe ich die Leute verflucht, die aus ihren klimatisierten Autos stiegen - sollten die auch mal so schwitzen wie wir! Unser Weg zum Gipfel war weiter und beschwerlicher, und warum sollten sie es einfacher haben? Hinauf zum Gohrisch konnten wir wieder unsere rudimentären Kletterkünste benutzen, da der Weg auf Stiegen und Leitern nach oben führte - das Panorama war dementsprechend fantastisch.
Der restliche Weg zurück führte durch den Kurort Gohrisch zurück, zuerst auf Asphaltstraßen und dann durch den Wald, noch an der "Schönen Aussicht" vorbei. Über endlos scheinende Treppenstufen kamen wir schließlich nach Königstein zurück. Dort gönnten wir uns zur Feier der bestandenen Etappe und der inzwischen hartnäckigen Knieschmerzen ein Eis. Verschwitzt wie wir waren besuchten wir danach eine Geburtstagsfeier ...
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