Nachdem ich unbedingt noch zu Lush wollte da meine Lieblings-Weihnachts-Bade-Kugel im Internet-Shop ausverkauft war entschlossen wir uns am Samstag zu einem Ausflug nach Dresden, André sollte noch seine Weck-Gläser bekommen, und da wir dann schon mal mit dem Auto da waren, konnte ich auch nach Herzenslust im Italienischen Feinkostladen stöbern und einkaufen. Wo bekommt man schon Pancetta, einen neuen Tagliatelle-Aufsatz für die Nudelmaschine oder Balsamico mit Waldfrüchten? Der anschließende Abstecher in die Innenstadt glich einem waren Spießrutenlauf - die Massen wälzten sich träge die Fußgängerzone entlang, und Robert und ich veranstalteten einen wahren Hindernislauf. Zu welchem Preis ich mal wieder bei Lush geshoppt habe verrate ich lieber nicht.
Anschließend konnte ich mir auch in die Karstadt-Feinkostabteilung nicht verkneifen. Ich hatte schon die ganze Woche unheimlichen Appetit auf frisches Sushi gehabt. Da Robert unbedingt noch Shirts und Hosen bei Globetrotter anprobieren wollte, nahmen wir die Straßenbahn zum WTC und probierten uns durch sämtliche Abteilungen - von wegen Männer gehen nicht gerne Sachen einkaufen... Ich wollte unbedingt noch einen warmen Pulli da meine Fleecejacken doch recht dünn waren für die Temperaturen in der letzten Zeit, und ich wurde auch fündig und kaufte dieses flauschige Exemplar in rot. Robert hätte mich zwar gerne in diesem gesehen, weil er meinte das andere würde mich "breit" machen, aber ich fand die Farbe recht gewöhnungsbedürftig, die unschöne Betonung meiner Oberweite nicht schmeichelhaft und den Preis dafür ganz atemberaubend. Von der Differenz habe ich dann lieber einen Gutschein als Geschenk für jemanden erstanden (ich sag aber nicht wen, sonst weiß derjenige es ja dann schon...).
Anschließend fuhren wir zurück zu André, der mit seiner neuen (wirklich beeindruckenden Kamera) auf dem Radebeuler Weihnachtsmarkt schon unterwegs war, um stimmungsvolle Bilder zu schießen. Dieser Markt war wirklich schön, es gab keine billigen Freßbuden (ich hatte eine leckere Wildbulette), stimmungsvolle Live-Musik, überall standen Feuerkörbe, es gab einen Lichterpfad und Lampen die man doch eher als leuchtende Sulpturen imponierten. Das einzige Problem war die Kälte (dummerweise hatte ich den neuen dicken Pulli im Auto gelassen), zum Aufwärmen gab es dann auch einen leckeren Apfelglühwein. Alles in allem ein stimmungsvoller Abend, der in mir doch ein bißchen weihnachtliche Vorfreude weckte. Ein bißchen habe ich mich geärgert, dass ich meine eigene Kamera nicht mithatte, aber ich glaube das ganze Fotografiere und Stativ-rumgetrage hätte auch die Stimmung verdorben.
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