Ahhh, die Anspannung fängt schon an sich als Kribblen im Magen auszubreiten. In sieben Stunden geht es wieder los, und zwar in den Winterurlaub nach Norwegen. Wie auch die letzten zwei Jahre geht es wieder nach Nordseter bei Lillehammer mit Elchtours. Die unkomplizierte familiäre Art dieser Reisen ist ein echter Wohlfühl-Faktor. Diesmal will ich es auch richtig wissen - die Trolloipe soll es nach einer Woche Urlaub in der Hütte noch sein. Eine Hüttenwanderung, eine Woche lang Etappen von 20-30 km mit 'freundlichem' Profil, dass heißt relativ flach. Schon letztes Jahr war ich auf die Teilnehmer, die am Ende der Reise auch an unserem Esstisch in der Hütte saßen, ein bißchen neidisch und wollte so etwas auch einmal erleben - da der 30ste jetzt vobei ist - warum warten? Insgesamt heißt dass fast drei Wochen Urlaub, so lange hatte ich noch nie frei!
Das Schönste ist aber, dass Robert trotz Probezeit auch Urlaub bekommen hat und wir die erste Woche zusammen verbringen können. Das Zweitbeste an der Sache ist, dass ich dieses Jahr ganz entspannt in den Urlaub gehen kann (und deswegen jetzt auch noch so vergnügt blogge). Nach dem letzten Dienst am Sonntag hat mir meine Oberärztin (und mein lieber Kollege) heute Überstundenfrei gewährt (vielen lieben Dank nochmal), so dass ich die letzten Vorbereitungen ganz in Ruhe treffen konnte. So:
- ist die ganze Zettelwirtschaft (Rechnungen etc) endlich mal abgeheftet
- (fast) die ganze Wäsche incl meiner Stricksachen gewaschen und weggeräumt bzw eingepackt
- sind die Ski gewachst (das habe ich in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt, deswegen sehen sie auch nicht mehr besonders gut aus)
- der Kühlschrank geleert (bis auf die Sachen die sich bis zur Rückkehr noch halten)
- ist die Schweinchenbetreuung ausreichend vorbereitet (frisches Gemüse und Trockenfuttervorrat)
- die Reste der Geburtstagsfeier endgültig beseitigt
- ist der Abwasch soweit beseitigt dass ich Ihn noch vor der Abfahrt beseitigen kann (dank meiner 'Küchenfee' Robert)
- sind (das Wichtigste ;))Strickmuster und Wolle in ausreichender Zahl eingepackt, ein Buch und die Spiele die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe sind auch dabei
- sind die last-minute bestellten Wollsachen von Icebreaker (Schnäppchen im WSV) noch angekommen, und sie passen genau
Das einzige Problem was wir nicht mehr lösen konnten, waren die passenden Backcountry-Skischuhe für meine NNN-Bindung, die gibt es in Deutschland nur sehr schlecht. Die alten Schuhe von Alpina sind etwas zu groß, weswegen ich zuviel Platz um den Knöchel habe und den Schuh so fest schnüren muss, dass anderere Körperteile abgeschnürt werden (das Problem habe ich auch bei Wanderschuhen).
Mein gewünschtes Modell, den Alfa Kikut wollte ich über Globetrotter eigentlich als Sonderbestellung ordern, nur leider war das nicht möglich (angeblich nciht für den deutschen Markt vorgesehen), was ich erst eine Woche vor Abfahrt erfahren habe (die Bestellung lief seit Mitte Februar).
Das schwerere Modell, den Alfa Skarvet, konnte ich bei Globi anprobieren, und er passte perfekt in der 40, nur war er mir zu klobig. Mittlerweile habe ich ein Geschäft in Lillehammer ausfindig gemacht, wo wir vermutlich einen Zwischenstopp machen werden und ich den Kikut kaufen kann (einfach eine mail dahin geschrieben, und die Antwort kam schnell positiv zurück). Warum nun der ganze Aufwand? Als Antwort folgen ein paar schöne Bilder vom letzten Jahr.
| Selbstportrait mit PAnorama auf dem Mostfjellet |
| Robert auf der nördlichen Trollloipe |
| Hüttensiedlung an der Pellestova |
| Blick vom Nordseterfjell auf das Nevelfjell |
Natürlich habe ich Selbstgestricktes zum Wärmen eingepackt, damit weder Füße, Kopf oder Hals frieren. Mein erstes für mich gestricktes Sockenpaar mußte genauso mit wie der Schal und die Mütze, die ich für den Robert genadelt habe.
| Paraphernalia Socken |
| Autumn Swirl hat und Autumn Clockwork shawl |
Der Blaumeisenschwanz-Cowl muss zu Hause bleiben - der ist zwar kuschelig warm, aber für's Ski fahren unpraktisch (weil so fluffig und dick), da vertraue ich auf die industriegestrickte Merinowollvariante von Buff (natürlich in lila).
Natürlich habe ich schon wieder neue Sache auf den Nadeln - nachdem ich immer noch an meinem ersten Pullover stricke (bin schon ein Stückchen weiter, aber habe schon wieder die Ausdauer verloren), ist jetzt wieder ein Tuch dran, und auch der Robert soll ein Paar Socken bekommen, und zwar meine ersten toe-up gestrickten (das heißt man beginnt vorne an der Zehenspitze). Der Winter ist in Norwegen zum Glück noch nicht vorbei. Ski heil!
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